Zitat:
Original geschrieben von Thomas Höhl
@Cheftrainer
Ich habe nicht mehr alles hier ausführlich gelesen, aber ich war gestern 8 Stunden vorort und ich frage mich, in wieweit Anschuldigungen wie fehlende Pressefreiheit aufrecht erhalten bleiben können.
Norbert Freudenberger hat von insgesamt 20 Briefen geredet, die er zurückhalten musste, da ihm das so gesagt wurde. Er hat sich aber die ganze Zeit nur zu einem einzigen geäußert. Dieser Fall wurde durchgangen und am Ende kam raus, dass Norbert Freudenberger diesen Brief 6 Wochen nach Erhalt an die Geschäftsstelle weitergeleitet hat. Natürlich war die Geschäftsstelle nicht daran interessiert, dass er veröffentlicht wird, wer ist das auch schon, wenn er Kritik über sich lesen soll. Nur frage ich mich ernsthaft, wo denn die Zensur ist, wenn Freudenberger den Brief erstmal 6 Wochen gar nicht beachtet, dann an den HTTV gibt und diese sagen, dass er nicht mehr aktuell ist.
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"Halbwissen ist die gefährlichste Art von Dummheit", deshalb muss ich das hier richtig stellen:
- Richtig ist, dass der Leserbrief von O.Buckholt uns direkt vor Redaktionsschluss der Ausgabe 11/2002 erreicht hat. Da er etwa 6 Seiten lang war, für nicht-Insider unverständliche Sachverhalte enthielt und dieser Plopp recht dick war, wurde er nicht in Ausgabe 11/2002 veröffentlicht.
Das wäre ohnehin so kurzfristig nicht möglich gewesen, da wir die Auflage hatten, alle Leserbeife zuvor an den HTTV zwecks Stellungnahme zu schicken (jawoll, das ist so!) und eine Bearbeitung in der Kürze der Zeit nicht zu erwarten gewesen wäre.
- Vor Redaktionsschluss der Ausgabe 12/2002 wurde der Leserbrief zur Stellungnahme weitergereicht. Ausgabe 12 lag nach der Sommerpause, die etwa 6 Wochen lang war. Dabei kann man sich natürlich darüber unterhalten, ob wir den Brief nicht sofort nach fertigstellung der Ausgabe 11 hätten weiterreichen können. Wenn, dann liegt das Versäumnis hier eindeutig auf meiner Seite, da ich vor meinem Urlaub in der Sommerpause daran nicht mehr Gedacht habe.
- Wir erhielten eine eindeutige eMail von der Geschäftsstelle, dass das Präsidium sich über diesen Leserbrief unterhalten hätte und er nicht veröffentlicht werden solle. Den Wortlaut habe ich im Moment nicht verfügbar, kann ihn aber bei Bedarf gerne posten. Jedenfalls ging es in keinster Weise dabei um die "Aktualität" (das wäre ja auch bei dem Thema des Leserbriefs unsinnig, da er keinen akut aktuellen Inhalt hat!)
- In weiteren späteren Gesprächen wurde das vom Präsidium eindeutig damit begründet, dass es O.Buckholt nicht wirklich um die Sache ginge, sondern sich nur "persönlich profilieren wolle". Wenn das so sein sollte, hat das (ehemallige) Präsidium alles dafür getan, um dem Vorschub zu leisten.
- Es gab weitere Leserbriefe, die nicht veröffentlicht werden sollten. Zum einen waren dies ein paar in der Diskussion um die 11-Punkte Regelung (wofür man noch verständnis zeigen kann, weil zu dem Thema alle Argumente ausgetauscht waren), einen Leserbrief zu einem anderen Thema (Ernennung eines Ressortleiters), den auch wir nicht (so) abdrucken wollten, weil der Schreiber sich im Ton vergriffen hatte und einige andere Leserbriefe zu verschiedenen Themen, die alle HTTV-kritisch, aber sachlich waren. Ob das nun 10, 15 oder 20 waren, kann ich aus dem Kopf nicht sagen.
- Wenn ich richtig informiert bin, wollte einer der Gäste (der Schreiber eines, sagen wir mal vorsichtig: "abgelehnten" Leserbriefs) auf dem Verbandstag zu einem der Vorfälle Stellung beziehen, bekam aber kein Rederecht. In dem Zusammenhang von "nur einem Leserbrief" zu reden, ist also Unfug.
Ich war selbst nicht anwesend, aber wäre es denn auf dem Verbandstag, wo ohnehin genug diskutiert wurde, angebracht gewesen, jedem Fall von nicht veröffentlichten Leserbriefen im Einzelnen nachzugehen?
Marco Freudenberger, Mitglied der "Plopp"-Redaktion