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Zitat von mithardemb
Wenn man sich ansieht wo die früheren Euroüameisterinnen der Mädchen
heute stehen, dann kann man schon nachvollziehen, dass ein Trainer da etwas im System ändern will.
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Diese Aussage ist zwar richtig, jedoch muss man sich hierbei die Rahmenbedingungen etwas genauer anschauen. Früher haben die Europameisterin im Nachwuchsbereich später auch im Damenbereich ganz vorne mitgemischt.
Heute muss man sich aber das Teilnehmerfeld beider Wettbewerbe etwas genauer anschauen: während bei Schülerinnen und Mädchen fast ausschließlich gebürtige Europäerinnen an der EM teilnehmen, liegt der Anteil an gebürtigen Chinesinnen im Damenbereich bei gefühlten 50%+.
Dem Weg, den Deutschland irgendwann mit einer Gotsch, Schöpp und Tian-Zörner als erster in Europa eingeschlagen hat, sind mittlerweile fast alle anderen europäischen Länder gefolgt. Holland ist mit zwei Chinesinnen und einer Russin Europameister. In Polen spielen zwei starke Chinesinnen, bei den Türken auch, in der deutschen Nationalmannschaft ebenso. Die Liste ließe sich beliebig erweitern.
Die China-Flut in Europa geht mittlerweile so weit, dass ich viele Deutsche kenne, die im EM-Finale Wu (Deutschland) gegen Pesotska (Ukraine) auf Seite der Ukrainerin gestanden haben.
Eine Daniela Dodean und Elizabeta Samara würden - wenn man alle Chinesinnen außen vor lässt - sicherlich zu den Top Favoritinnen bei einer EM gehören. Würden die ETTU-Länder ihre Chinesinnen früher einbürgern, würden auch im Nachwuchsbereich alle Titel nach Asien gehen - in sofern muss man hier aufpassen, dass man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht.