@ st. herrmann
huhu, ich würde sagen, da gibt es mehrere möglichkeiten:
erstens scheinst du dir in deiner selbsteinschätzung nicht wirklich sicher zu sein und in der einschätzung der gegner auch nicht (obwohl dir irgendein gefühl sagt, dass du eigentlich besser spielen müsstest/gewinnen könntest, sonst würde es dich nicht " wurmen", wenn du dann eben doch verlierst).
nun kann es erstmal sein, dass eben diese gegner mit deiner spielweise gut klarkommen und du für sie durchschaubar bist und sie dir so eben ihr spiel aufzwingen können.
weiterhin sagt eine 2:0 führung nicht wirklich was aus...gerade, wenn man selbst unsicher ist (wenn es nicht gerade 11:2, 11:3 war und sogar sowas kann noch fix kippen)...weil der gegner sich vielleicht nach diesen 2 sätzen einfach umstellt (nach eigenem erkennen und/oder tipps von kameraden).
es kann dann folgendes auftreten: unbewusst fühlt man sich nach einer 2:0 führung bereits siegessicher und ist in gedanken beim nexten spiel oder werweisswo, der gegner macht vielleicht noch irgendwas anders und somit weniger fehler und schwupp! ist der erste satz weg, man tröstet sich auf den nexten, der läuft aber genauso (weil man es eben aus der hand gegeben hat), dann steht es 2:2 und nun liegen die eigenen nerven blank und der gegner ist fühlbar sicherer, da er ja nun eine art reserve im rücken hat...mir ist das bereits öfters passiert und ich habe es erst 3 oder 4 mal geschafft, aus dieser falle durch rechtzeitiges bemerken wieder rauszukommen (aber wie gesagt: ist nur EINE möglichkeit, hängt vom naturell des spielers ab).
eine weitere möglichkeit: es gibt dieses : "ich darf nicht gewinnen!" tatsächlich.... das ist aber dann mehr eine psychologische frage und rührt aus der eigenen lebensgeschichte her mit allem, was man in sachen selbstbewusstsein mit auf den weg bekommen hat.
das hat dann zur folge, dass man sich selbst blockiert, sobald man eine etwas "unsicherere" aktion startet, also einen flip, einen aufschlag gleich ziehen oder aus dem schupfen heraus einen ball vorbereiten und dann topspin ziehen wollen...dort haut dir deine eigene einstellung sofort eine blockade rein und mit etwas gefühl kann man das auch bemerken: habe ich den arm (beim topspin) eben (als der ball dann ins netz fiel) wirklich durchgezogen oder bloss mit halber kraft und der unbewussten hoffnung: "huuu, hoffentlich geht er drüber", aber dem eigentlichen gefühl: "das wird doch eh nix" ?
wenn ja: selbstreflexion und dann daran arbeiten: was kann ich gut, was kann ich weniger gut (und daraufhin damit rechnen, dass gegner auch mit noch so "unterirdischer" spielweise eben genau in diese lücke spielen werden).
selbstverständlich muss man aber auch abseits allen psychologischen analysierens klar sehen: spielt der gegner vielleicht mit extremem unterschnitt und/oder schnittwechseln (notfalls kameraden fragen), sodass ich mit meiner technik diesen bällen schlicht nicht gewachsen bin oder nicht sicher erkenne, welchen ball ich ziehen kann und welchen nicht?
auf jeden fall dranbleiben und auch ein bisschen an sich glauben

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mfg flexagon
nachtrag: habe eben gesehen, dass dort "materialspielern" steht...ich bin von einem normalen NI-spiel ausgegangen und habe keine ahnung, wie ein materialspieler nun genau seine punkte macht, also bewusst stören, bälle drücken etc., davon habe ich keine ahnung, aber ich denke, auch dort wird die schlagausführung und ob man wirklich dahintersteht, wichtig sein.
und etwas noch zu dem nicht-gewinnen-dürfen: um es mal überspitzt auszudrücken: ich sehe andere leute im verein immer einen schönen vorhand-flip machen bei angabenannahme z.b....ich schätze diese als wesentlich besser ein und traue mich nun nicht, diesen schlag ebenfalls auszuführen, weil ich das gefühl habe, ich mache mich zum affen damit, weil ich es ja eh nicht bringe..man hat also angst davor, der andere könnte denken: "wie kann der/die so doof sein zu denken, er könnte auch einen flip machen"... nach diesem schema laufen vorgänge ab, die einen selbst blockieren.... wie gesagt, mal ein krasses beispiel.