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Alt 19.02.2010, 18:47
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AW: falsche aufschläge

Dazu sage ich, dass der Ball während der Aufschlagphase komplett sichtbar sein muss. Wenn Du eine Bewegung machst, die geometrisch damit nicht vereinbar ist, wie das für das Schlagen des Balles mit der Schlägeroberseite in einer Aufwärtsbewegung nach vorne nunmal der Fall ist, dann muss der Ball verdeckt worden sein, egal wie kurz, und das ist nicht erlaubt.

Es steht nichts in den Regeln, dass er für den Schiedsrichter verdeckt aussehen muss und es gibt keine Mindestzeit, die der Ball verdeckt sein muss, um als verdeckt gelten zu dürfen. Ich denke es gelten zusätzlich die Regeln 6.6.1 und 6.6.2, die bei so einer Bewegungsausführung aus logischen Gründen ein Verwarnen und anschließendes Abzählen nahelegen. Dass die Regeln beim Aufschlag von den SR manchmal nicht umgesetzt werden, macht die Aufschläge nicht legal, genauso wenig wie Dein Hinweis darauf, dass Dir sowas noch nie abgezählt worden ist.

Wenn Du regelgemäß spielen möchtest, solltest Du die Variante mit der Aufwärtsbewegung einfach nicht mehr verwenden.

Zitat:
Das wäre vergleichbar damit, als würde ein Schiri einen Fehlaufschlag erkennen und damit abzählen, weil er ganz klar gesehen hat, dass der Ball lediglich 13 cm hochgewurfen wurde.
Da offenbart sich für mich nochmal ein häufiges, klares Missverständnis der Regeln, was möglicherweise auch mit zum halbherzigen Umsetzen der Aufschlagregeln bei Turnieren usw. führt.

Zitat:
6.6.1 Wenn entweder der Schiedsrichter oder der
Schiedsrichter-Assistent Zweifel an der Zulässigkeit
eines Aufschlags hat, können sie beim ersten
Vorkommnis in einem Spiel das Spiel unterbrechen
und den Aufschläger verwarnen
6.6.2 Bei jedem folgenden zweifelhaften Aufschlag
dieses Spielers oder seines Doppelpartners erhält
der Rückschläger einen Punkt.


Der Schiedsrichter kann verwarnen und abzählen, wenn er Zweifel hat, er muss es überhaupt nicht sicher wissen. Nach meinem Empfinden sollte diese Regel, was sie in der Praxis leider aus verschiedenen Gründen nicht tut, dazu ermutigen, klar legale Aufschläge zu spielen, bei denen ein Zweifel an der korrekten Ausführung nicht aufkommen kann. Ein SR muss also keineswegs beweisen oder messen, dass ein Ball nur 13 cm hochgeworfen wurde, sondern er könnte auch bei 16 oder 17 cm Zweifel haben, ob alles korrekt war. Das ist das Risiko des Spielers - je knapper/unsauberer man Aufschläge spielt (Anwurf, Verdecken, Handstellung usw.), umso größer ist doch die Wahrscheinlichkeit, dass der SR Zweifel an der korrekten Ausführung hat/haben muss und dann verwarnt/abzählt. Wenn man 50 cm hoch wirft, wird kaum einer die Wurfhöhe kritisieren, wenn man kerzengrade anwirft, wird keiner Zweifel haben, ob der Anwurf zu schräg war usw.

Geändert von Setz-It (19.02.2010 um 20:34 Uhr)
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