Zitat:
Zitat von jimih1981
... unter den tisch...
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Ja, ja, ja; zweifellos. Während der gemeine Hans noch grübelt, was er mit der Waltraud beim nächsten Date unternehmen kann, sind Willi und Rudi schon zum 7. Mal zu Gange.
Zum Thema: Wie besonders bei Enkes "Abschiedsinterview" die Depression sieht man den beiden Turteltäubchen im Nachhinein schon die warmen Gedanken an- wie viele aber ernsthaft vorher bei einer vehement verteidigten roten Karte oder stockernstem Schiedsrichterwesengeplauder in homophobem Umfeld?
Ich stimme dahingehend zu, dass die Welt für schwule Fußballer nicht bereit ist. Es gibt einen Unterschied zwischen persönlicher Akzeptanz für Andersartige(s) und dem Vetreten nach außen. Ersteres wächst wenn sie nicht schon immer hoch war. Für das Vertreten nach außen sehe ich jedoch trübe Zukunftsaussichten. Denn (selbst oder erst recht) der weltdurstige BWL-Student mit Hemd und Krawatte von heute und morgen stellt sein Fähnchen nach dem Wind. Etwas blauäugig zu glauben, dass die Welt sich immer mehr Richtung von eigenem Profit unabhängiger Toleranz entwickelt.
Der Vergleich mit den schwarzen Spielern hinkt schon etwas. Der Unterschied liegt aus dem Blickwinkel des primitiven Fußballfans in der Identifikation mit entsprechendem Spieler. Während er dem Schwarzen nur wegen seiner Tore zujubeln kann, gerät er beim schwulen Spieler in den Verdacht sich auch mit dessen Sexualität zu identifizieren. Wer hier wen dann identifiziert, ist natürlich die Frage. Dass das beim sonntäglichen (Dorf)stammtisch jedoch der Fall wäre, da besteht kein Zweifel.