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Alt 20.02.2010, 02:17
HSV HSV ist offline
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HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)
AW: Fall Amerell, "Chance" für Andere?

Zitat:
Zitat von Energie Beitrag anzeigen
Ja, ja, ja; zweifellos. Während der gemeine Hans noch grübelt, was er mit der Waltraud beim nächsten Date unternehmen kann, sind Willi und Rudi schon zum 7. Mal zu Gange.

Zum Thema: Wie besonders bei Enkes "Abschiedsinterview" die Depression sieht man den beiden Turteltäubchen im Nachhinein schon die warmen Gedanken an- wie viele aber ernsthaft vorher bei einer vehement verteidigten roten Karte oder stockernstem Schiedsrichterwesengeplauder in homophobem Umfeld?

Ich stimme dahingehend zu, dass die Welt für schwule Fußballer nicht bereit ist. Es gibt einen Unterschied zwischen persönlicher Akzeptanz für Andersartige(s) und dem Vetreten nach außen. Ersteres wächst wenn sie nicht schon immer hoch war. Für das Vertreten nach außen sehe ich jedoch trübe Zukunftsaussichten. Denn (selbst oder erst recht) der weltdurstige BWL-Student mit Hemd und Krawatte von heute und morgen stellt sein Fähnchen nach dem Wind. Etwas blauäugig zu glauben, dass die Welt sich immer mehr Richtung von eigenem Profit unabhängiger Toleranz entwickelt.


Der Vergleich mit den schwarzen Spielern hinkt schon etwas. Der Unterschied liegt aus dem Blickwinkel des primitiven Fußballfans in der Identifikation mit entsprechendem Spieler. Während er dem Schwarzen nur wegen seiner Tore zujubeln kann, gerät er beim schwulen Spieler in den Verdacht sich auch mit dessen Sexualität zu identifizieren. Wer hier wen dann identifiziert, ist natürlich die Frage. Dass das beim sonntäglichen (Dorf)stammtisch jedoch der Fall wäre, da besteht kein Zweifel.
Ich teile Deine Meinung nicht, aber mit Deinem Beitrag haste mich echt zum Lachen gebracht...

Das Gegenbeispiel ist hier echt die Politik. Oder meinst Du, da man unter den Stimmzettel nicht seinen Namen schreiben muss, ist man hier toleranter? Unauffällig toleranter sozusagen. Denn VOR DER WAHL war klar, dass, sofern man die FDP wählt, wir im Ausland von Guido W. vertreten werden würden. Wir als Volk. Oder die Berliner. Die wissen und wussten auch, dass sie bei entspr. Stimmenabgabe einen schwulen Regierenden Bürgermeister haben würden. Oder stand bzw. steht da die Sache im Vordergrund? Ganz ehrlich, Ruuuuuuuud kann zu Hause seinen Willi oder Rudi haben; wenn er "ihn reinmacht", jubel ich ihm zu. Den Ball ins Tor, meine ich. Und wenn Waltraud auf ihn warten würde, würde ich es trotzdem scheiße finden, wenn er ihn nicht reinmacht.

Ich glaube, die Gesellschaft ist aufgeklärter und insofern toleranter und cleverer, als es manchmal den Eindruck macht. Einzelfälle gibt es natürlich immer. Aber wir sind ja auch nicht alles rechtsradikale Vollidioten (oh, doppeltgemoppelt), obwohl einige Fans solch ein Verhalten an den Tag legen. Lasst also 'n paar Leute labern, was sie wollen. Wenn der Ball ins Tor geht, ist alles klasse. Zumindest dann, wenn es das richtige ist...
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