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Alt 26.02.2010, 10:38
Jaskula Jaskula ist offline
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Zitat:
Zitat von crycorner Beitrag anzeigen
Und hör bitte auf, den Beruf des Managers so generell zu diskreditieren. Manager gibt es viele. Und es gibt unter den Managern genauso viele schwarze Schafe, wie unter Bauarbeitern oder anderen Berufsgruppen.

Was stellst Du dir denn unter einem Manager vor? Einen raffgierigen Sesselpupser, der den ganzen Tag Tetris spielt, seine komplette Arbeit an die untergebenen abdelegiert und deren Leistungen dann nach oben hin als seine verkauft, um eine möglichst hohe Lohnerhöhung zu verhandeln? Trifft es das in etwa?
Diskreditiert haben sich "die Manager" selbst, das muss keiner mehr tun.

Manager ist ja allerdings keine treffende Bezeichnung mehr in Zeiten in denen Klinkenputzer "Key Account Manager" und Hausmeister "Facility Manager" heißen.

Reden wir also von den Führungskräften und leitenden Angestellten auf höchsten Ebenen, vornehmlich in größeren Firmen und Konzernen.
Hier geht es nicht darum, ob in deren Büros Tetris gespielt wird und wieviel Arbeit von diesen bewältigt wird. Es geht darum, welche Ziele angestrebt und welche Mittel zu deren Erreichung eingesetzt werden.

Bei der Beurteilung dieser Ziele und Arbeitsmethoden kann das Urteil eigentlich nur vernichtend ausfallen. Nahezu überall (es gibt also nur ganz wenige weiße Schafe) steht kurzfristige Rendite und die Entwicklung des Aktienkurses im Vordergrund. Eine gesunde, nachhaltige Firmenpolitik, die vielleicht noch soziale Gesichtspunkte berücksichtigt, findet man so gut wie nicht mehr. Dafür aber immer höher bezahlte "Manager", die eindimensional den Jahresabschluss trimmen und damit gemeinsam die Unternehmen, die Wirtschaft und vor allem die Gesellschaft an die Wand fahren. Und das noch in der festen Überzeugung, etwas geleistet zu haben.
Ja manche sind sogar der Überzeugung, als Banker, Gottes Werk auf Erden zu verrichten.

Nein, da kann man niemand ungerechterweise diskreditieren.
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