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Alt 26.02.2010, 11:08
Cheftrainer Cheftrainer ist offline
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Das System hat nicht nur Nachteile. Es gibt viel bessere Möglichkeiten der Finanzierung. Für gute Ideen benötigt man Kapital.

Insofern hat es auch viele positive Wirkungen die heutzutage nicht mehr wegzudenken sind. Die Frage ist daher wie man hier ansetzt ohne alles über Bord zu werfen.

Ich finde Jaskulas Kritik zwar absolut berechtigt. Allerdings fehlt mir bisher eine Alternative. Mir fällt jedenfalls nichts realistisches ein.

Man darf nicht vergessen, dass ein Aktienkurs einer Firma bei einer Massenentlassung immer (!) steigt. Sowas wirkt schon ziemlich abschreckend.

Vielleicht wäre es ein erster Schritt, wenn die Gehälter der Topmanager nicht mehr an Aktienkursen gekoppelt sein dürften. Manchmal sind kurzfristige Ziele sinnvoller als sie scheinen (ich verweise auf meinen Beitrag davor) allerdings darf sich kein Manager daran bereichern indem er absichtlich langfristig schädliche Entscheidungen fällt.

Zudem wäre ich dafür, dass man eine Haftungskomponente bei grob fahrlässigen (!) Fehlentscheidungen mit einbaut.

Man erinnere sich an Kopper mit seinem Peanuts Zitat. Sowas wird natürlich in der Presse breitgetreten.

Aber die völlig dämliche und keinesfalls nachvollziehbare Kreditentscheidung damals sollte eben Konsequenzen auch für die Entscheider haben. So sind damals nur viele der kleinen Subunternehmen in die Insolvenz getrieben worden. Letztlich waren die Leidtragenden ausschliesslich die, die keinen Einfluss auf die Fehlentscheidung hatten und auch keinen Einblick in die Sachlage.

Fazit:

1. Wer als Topmanager das Topgehalt verdient sollte auch am Unternehmensriskio beteiligt sein.

2. Die Konsequenzen für grob fahrlässige (Fehl)Entscheidungen muss auch der Manager spüren damit der Anreiz seinen Job sorgfältig zu erledigen auch in der Topebene vorhanden ist.
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