hi, ich habe ein ähnliches problem (und mir wird gerade übel, wenn ich dran denke, dass ich morgen sowohl punktspiel als auch ersatz 2 ligen weiter höher habe) und ich kann auch keine wirkliche lösung anbieten, bin aber ebenfalls am suchen und kann folgendes sagen: man WILL eben nicht als verlierer vom tisch gehen und gleichzeitig baut genau das den druck auf (was die anderen denken könnten, was man hinterher selbst denkt, wie schlecht man sich fühlt etc.)...ich denke, es ist wirklich ein psychologisches problem, über das verlieren nicht hinwegzukommen (oder es zu glauben, weil man irgendwie so eindimensional lebt, dass man unbewusst nicht wirklich denkt, dass es ja hinterher weitergeht)). dieses problem hatte ich schon als kind in anderen sachen und ich denke, so eine art des herangehens blockiert vieleicht auch viele kräfte, die man dann nutzen könnte (eben dieses wegtreten im kopf, das ist ein angstsymptom, weil man der gefahr ausweicht damit).
einwas habe ich aber geschnitten bei den letzten punktspielen: ich würde zwar lieber frei und unbeschwert aufspielen (wie man dies etwa im training tut, wenn es nicht gerade der angstgegner ist), aber solange dies nicht der fall ist: hingucken und trotzdem spielen und versuchen, nicht auf die angst zu achten!
ich weiss, dass das schwer ist, weil die angst im hinterkopf sitzt und wirklich permanent nach einem greift, aber wenn man mal geschnitten hat, dass es zumindest eine notlösung gibt, nämlich mir selbst sagen : ICH will gewinnen, ICH muss aufpassen, wenn ICH nicht den nexten ball ziehe, wirds nix, weil es dann der gegner macht oder ein endloses geschupfe kommt, aus dem man schwer wieder herausfindet...dann kann man sich im spiel trotz der angst wieder fangen, zumindest etwas.
wenn dann ein paar gute bälle kommen, fühlt man sich auch wieder etwas bestätigt und kann weiterspielen, zumindest ist das meine erfahrung aus der jetzigen halbserie ( da hatte ich den verein gewechselt, bin eine liga höher und hatte fürchterliche versagensängste).
ob man diese angst jemals loswerden kann : kann ich nicht sagen...manche spielen (scheinbar) unbeschwert auf und bringen eben wirklich 70-90% der trainingsleistung auf den boden (bei uns in der 2. kreisliga würde ich maximal 40%-50% veranschlagen)..aber es gibt eine hoffnung, so gering sie auch sein mag: wer angst hat, hat die deswegen, weil er genug phantasie hat, sich auszumalen, was wäre , wenn.....
überwindet er die, hat er die energie, die sonst in die angst geht, für seine leistung übrig und den kopf frei und dann macht es vermutlich erst richtig spass...aber wie gesagt, ist bloss eine idee

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mfg flexagon