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Zitat von Jaskula
Du bist auch ein lustiger Geselle.
Wiederholst ständig, ich würde nur Propaganda und Slogans steuen und versuchst damit, meine Aussagen abzuqualifizieren.
Allein es stimmt nicht.
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Ich habe halt nirgends wirkliche Argumente gelesen. Keine Inhalte, nur Überschriften.
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Zitat von Jaskula
Bezüglich unserer unterschiedlichen Meinungen die Börse betreffend habe ich klar gesagt, was ich ablehne und dass die Grundidee in Ordnung ist. Dass Gefahren existieren bejahst Du, sagst aber nicht im geringsten, welche kontrollmassnahmen bzw. Verbote Du vorschlägst. Meine Aussagen sind also konkret, Deine pauschal und schwammig. Außerdem hast Du nicht gesagt, welchen Nutzen Wertpapierhandel (das bringt keine Liquidität für das Unternehmen) und weitere daraus abgeleitete Produkte für Wirtschaft und gesellschaft haben. Die Nachteile haben wir hingegen alle sehen können. Eine klare Fragestellung ohne Polemik und Propaganda.
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Dass Du die Grundidee gut findest, hatte ich wohl bisher überlesen. Möglicherweise mein Fehler.
Welche konkreten Kontrollmaßnahmen wirklich Sinn machen, können wir beide nicht beurteilen. Wir können nur beide sagen, dass in der Vergangenheit offensichtlich was falsch gelaufen sein muss. Und da sind wir uns ja einig.
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Zitat von Jaskula
Bezüglich Management-Beurteilung.
Hier habe ich die konkrete Meinung vertreten, dass die Führungskräfte der großen Unternehmen m.E. falsche Ziele verfolgen und nicht nachhaltig das Firmeninteresse in den Vordergrund stellen. Das ist unmittelbare Folge der Teilnahme am Rendite-Wettlauf, der duch Börsennotierung forciert wird. Ich glaube kaum, dass Du bestreiten kannst, dass alle großen Unternehmen sehr stark ihren Börsenkurs, Dividenden, Aktionärsversammlungen und möglichst positive Quartalsabschlüsse im Blick haben. Wenn ich von trimmen sprach, habe ich im Gegensatz zum von Dir verstandenen nicht Betrug gemeint. Man kann aber legal aufhübschen, wenn kurzfristig gute Stimmung erweckt werden soll. Dass das dann langfristig Nachteile hat, ist in dem Moment egal.
Ich sehe nicht, dass ich hier Propaganda betreibe.
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Fakten:
Es gibt ca. 12.500 Aktiengesellschaften, wovon nur ca. 1.000 an der Börse notiert sind.
Und es gibt dahingegen ca. 850.000 GmbH´s.
Personengesellschaften mal aussen vor.
D.h. Nur ca. 1000 Unternehmen kommen potentiell überhaupt dafür in Frage, ihre Bilanz wegen den Anlegern aufhübschen zu müssen. Innerhalb der rechtlichen Möglichkeiten wird das natürlich auch gemacht, um sich an der Börse und gegenüber den Aktionären gut darzustellen. Die Notwendigkeit dazu haben nur die Erfolglosen dieser 1000 Unternehmen. Die anderen AG´s sind alle in privater Hand. Da ist das offene Wort nach wie vor gängiger, als irgend etwas aufgehübschtes. Du sprichst wirklich über absolute Minderheiten.
Natürlich spielt das Aufhübschen aber auch für alle anderen Unternehmen eine gewisse Rolle, um Steuern zu sparen. Da es aber die Notwendigkeit gibt, die Bilanz von einer Wirtschaftsprüfergesellschaft gegenprüfen zu lassen, ist da schon eine (sehr sehr schwache, weil ebenfalls wirtschaftlich ausgerichtete) Kontrollinstanz vorhanden.
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Zitat von Jaskula
Desweiteren hatten wir die rede davon, dass Führungskräfte, die viel Geld verdienen, dieses deshalb erhalten würden, weil sie viel verantwortung tragen würden. Das habe ich bestritten. Fakt ist, dass bei den nicht inhabergeführten Unternehmen das Risiko für den angestellten Geschäftsführer Null ist. Fakt ist auch, dass die soziale verantwortung zwar vorhanden ist, aber bei den unternehmerischen Entscheidungen meist keine Rolle spielt. Entlassungen zur Erreichung höherer Renditen (siehe Ackermann, Deutsche Bank) oder zur Gestaltung des Aktienkurses sind doch keine exotischen Einzelfälle.
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Ein angestellter Geschäftsführer hat bestenfalls das gleiche Risiko, wie alle anderen Arbeitnehmer auch. Er könnte seinen Job loswerden. Schlimmstenfalls hat er Eigenkapital angelegt, welches er verlieren könnte, wenn er Mist baut. Was passiert mit einem Geschäftsführer, der erfolglos war? Er bewirbt sich, genauso wie der Sachbearbeiter. Ein Sachbearbeiter kann sich auf selber Ebene oder nach oben bewerben. Ein Geschäftsführer, der sich nach unten bewirbt, hat in der Regel keine Chance. Überqualifiziert. Bzw: Welcher Häuptling holt sich einen weiteren Häuptling, statt einen Indianer? Und wenn er sich als Geschäftsführer bewirbt, muss er schon gut begründen können, warum er trotz Misserfolg geeignet ist. Vielleicht bekommt er dann nochmals eine Chance. Wenn nicht, droht Langzeitarbeitslosigkeit. So übrigens geschehen in der Firma meiner Frau. Der Ex- Geschäftsführer ist jetzt seit 8 Monaten arbeitslos und wird es sehr wahrscheinlich auch noch eine ganze Weile bleiben. Er hat übrigens immense Summen seines Privatvermögens verloren.
Und was die Verantwortung angeht: Ein Geschäftsführer verantwortet den Fortbestand des Unternehmens und somit auch der damit verbundenen Arbeitsplätze. Wenn er z.B. Aufgrund der finanziellen Situation Personalentscheidungen trifft, dann tut er dies, um die Firma insgesamt zu schützen und damit die noch verbliebenen Arbeitsplätze. Ein Unternehmer trifft Entscheidungen, die einen unmittelbaren Einfluss auf den Unternehmenserfolg haben. Und somit auch auf alle Mitarbeiter. Das ist Verantwortung, die man erstmal tragen muss. Nicht wenige Unternehmer erleiden das Burn-Out-Syndrom, oder haben mit Schlaflosigkeit oder einer Angststörung zu kämpfen.
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Zitat von Jaskula
Ich denke, Du musst einfach genauer lesen und unterscheiden zwischen dem, was ich geschrieben habe und dem, was Du, aufgrund Deiner vorgefassten Meinung über mich, verstehen willst. Dann sind wir nur noch unterschiedlicher meinung, können uns aber Polemik und persönliche Angriffe (die bislang nur Du gestartet hast) sparen und sachlich diskutieren - über Gott und die welt. Womit wir wieder beim thema wären. 
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Eine sachliche Diskussion immer gerne. Vielleicht habe ich Dir Unrecht getan. Wenn ja: Sorry. Aber bisher habe ich Deine Aussagen wirklich sehr pauschal empfunden. Du schlägst auf eine ganze Schafsherde ein, weil du darin mal ein schwarzes Schaf gesehen hast.