Endlich, gestern bei Anne Will, habe ich, dank Daniel Bahr, das geplante Gesundheitsmodell der FDP verstanden.
Von Bahr habe ich folgendes lernen dürfen:
1. Das System, welches der Finanzminister als unbezahlbar bezeichnet hat, weil der Spitzensteuersatz auf 73 - 100 % (!!!
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...677228,00.html) angehoben werden müsste, um die Mindereinnahmen auszugleichen, ist nicht das System der FDP, denn (!!!!!) die FDP möchte das ja nicht gleich auf einmal, sondern in kleinen Schritten umstellen.
Ah ja, wenn man etwas langsam umstellt ist das Ergebnis nach der Umstellung natürlich ein ganz anderes als bei einer schnellen Umstellung.
2. Mindereinnahmen in der KV sollen durch sozialen Ausgleich aus Steuermitteln ausgeglichen werden. Um dies zu finanzieren wird es keine Steuererhöhungen geben und niemand wird schlechter gestellt sein als vorher.
Offen bleibt für mich lediglich die Frage, ob das fehlende Geld aus der FDP-Parteikasse kommen soll, oder durch die geplanten Steuerentlastungen in Milliardenhöhe verrechnet wird.
3. Die FDP möchte vorrangig dafür sorgen, dass innovative und teure Medikamente auf deren Nutzen genau geprüft werden und so Kosten gesenkt werden können.
Klar zu erkennen ist dieser gute Vorsatz darin, dass der aktuell kritischste Pharmatester gerade erst auf Betreiben von Rösler gegangen worden ist.
http://www.fr-online.de/top_news/227...rofiteure.html
Nicht gesprochen wurde in dieser Sendung über die Alternative Bürgerversicherung und über das was letztlich wirklich dahinter steckt: Geplante massive Leistungskürzungen bei der GKV.
Link zur Sendung:
http://daserste.ndr.de/annewill/aktu.../erste316.html