Zitat:
Zitat von Jaskula
Sozialstunden als Strafe gab es bislang nur in der Rechtsprechung, zukünftig dann also auch in der Sozialgesetzgebung.
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Weshalb betrachtest Du denn Arbeit als Strafe, und langsam reiten Brauner, ich hab Deine Worte hier aufmerksam gelesen und gewiß auch verstanden. Ich habe ein Bild entwickelt wie Du denkst (fühlst), ich will Dir nicht Worte im Mund rumdrehen. Ich möchte nur mal eine neuen Blickwinkel (für alle) eröffnen.
Arbeit an und für sich ist mal nichts schlechtes schon gar nicht eine Strafe, da steckt rein ethisch viel drin. Selbstwertgefühl, u.n.v.m. Kannst Du Dir auch nur ansatzweise vorstellen wie fad dein Tagesablauf sein kann ohne Beschäftigung.
Ich denke denen etwas zurückzugeben, die akut für einen mit geradestehen, und sei es nur in der Form, daß ein paar überfällige Arbeiten (vom Schneeschippen bis hin zur Pflege alter Menschen) Erledigung finden, gibt beiden Seiten was.
Die eine Seite hat nicht permanent das Gefühl (welches gewiß sehr belastend sein kann) jemanden was schuldig zu sein, der anderen Seite ist geholfen einfach weil nötige Erledigungen nicht in Eile, abends wenn man sich eigentlich erholen sollte, noch irgendwie in die Reihe gebracht werden müssen.
So kann man es auch mal sehen, nicht nur aus der Perspektive der Bestrafung.
EDIT
Mich würde es geradezu aus den Socken hauen wenn es an meiner Tür klingeln würde und es stünde da ein HARTZLER und fragt: "Wolfgang ich sehe Dein Rasen müsste gemäht werden, würde ich machen, kann nich dafür ein Abendessen haben". Ich würde ihn sehr ordenlich bewirten und sicher noch ein "Taschengeld" zustecken, oder ne Packung Fluppen, oder was sonst von Nöten. So gings auch, oder ?
Aber in unserem trüben Lande würden ihm die Bezüge gekappt und ich bekäme ne Anzeige wegen Beschäftigung eines Schwarzarbeiters. Hmmm ...