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AW: Glattnoppenverbot auch in anderen Bundesländern hinfällig/rückgängig gemacht ?
Viele der umstrittenen Regeländerungen verfolgen gute Absichten, die sicherlich von vielen (außer den direkt Betroffenen) TT-Spielern im Grundsatz mitgetragen werden. Es geht auch und gerade darum, das Spiel an der Basis interessant und attraktiv zu halten.
Die meisten Regeländerungen wurden nach einem anfänglichen Murren auch respektiert und haben sich durchgesetzt. Die Diskussion um Glattnoppen und Frischkleben haben aber eine andere Qualität, weil hier eine nicht zu vernachlässigende Minderheit diese Regeländerungen nie akzeptiert haben und bewußt dagegen verstossen (immer mit dem Hinweis: ihr könnt es mir ja doch nicht beweisen).
Im Gegensatz dazu habe ich nie erlebt, daß bei der Einführung des neuen 40mm-Balls noch mit dem alten weitergespielt wurde, auch wenn es damals viele gab, die gegen die Regeländerung waren und es auch hier schwer ist im Nachhinein zu beweisen mit welchem Ball ursprünglich gespielt wurde. Selbst die Aspect Ratio bei Langnoppen wurde eingehalten und auch die Mutter aller GLN-Beläge der Curl-Spezial verschwand nach dem Verbot (übrigens mitten in der Saison, ohne Aufbrauchfrist) ganz schnell.
Wenn wir aber im Gegensatz sagen, es ist egal mit welchem Material gespielt wird, dann kann man konsequenterweise auch gleich die Zwei-Farben-Regelung und die Belagzulassung als solches fallen lassen. Was ist schon dabei wenn ein Konterspieler abwechselnd mit rotem Anti und roten Noppen innen retourniert. Oder kann sich jemand noch daran erinnern, wie amüsant Spiele gegen den 2,50 €-Kaufhausschläger waren, der nicht mal mit echtem Gummi belegt war.
Schließlich muß man ja auch gegen solche Spielsysteme bestehen und schließlich haben auch diese Spielertypen lange trainiert um ihr Spielsystem zu perfektionieren.
Die Materialdiskussionen im TT sind eigentlich nur noch mit denen in der Formel 1 und beim Skispringen vergleichbar. In beiden Sportarten ist dies ausschließlich ein Thema des Profi-Sports und hat nichts mit einer breiten Basis an Freizeitaktiven zu tun. Und ob dieses Wettrüsten der Attraktivität des Sports an der Basis gut tut, das entscheiden am Ende die nicht TT-Sportler, deren Interesse an dieser Sportart weiterhin abnimmt.
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