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AW: Killerspiele
Übertriebenes Computerspielen ist keine Ursache für Probleme, sondern es ist die Konsequenz von Problemen.
Kinder werden nicht zu Amokläufern, nur weil sie Counterstrike spielen, sondern Amokläufer spielen Counterstrike. Oder Doom. Oder sie schauen Horrorfilme. Oder lesen entsprechende Bücher.
Übertriebenes Computerspielen hat Folgen. Realitätsverlust beispielsweise. Oder Cocooning. Das gilt aber auch für übertriebenes Tetris- Gedaddel.
Ob Killerspiele gewaltmäßig abstumpfen? Keine Ahnung. Möglicherweise ein bisschen. So wie die Tagesschau, der Schulalltag auf dem Pausenhof. Diverse Filme oder Bücher, die den Kindern gemäß FSK ebensowenig zugänglich sein dürften, wie manche Spiele. Pornofilme, die man mittlerweile überall kostenlos und ohne sich irgendwo registrieren zu müssen, anschauen kann.
Was ist mit den eigentlichen Ursachen? Perspektivlosigkeit, mangelnder Antrieb? Nicht vorhandene elterliche Aufmerksamkeit?
Klar, dafür gibt es die Supernanny auf RTL. Und die "Killerspiele"? Da habe ich noch nie eine faire Berichterstattung im Fernsehen gesehen.
Ich hatte mal einen Dozenten, einer der führenden Köpfe in Deutschland zum Thema Business Process Management. Der hat mir Abends beim Bier ganz stolz erzählt, dass sein Sohn 1. Vorsitzender eines Counterstrike-Clans ist. Und war voller Bewunderung für das Engagement seines Sohnes, die organisatorische Herausforderung zu meistern (einschließlich Sponsorsuche, etc.) und auch spielerisch ein hohes Niveau erreicht zu haben.
LG,
crycorner
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