Unabhängig mal von diesem speziellen Fall ist es grundsätzlich einfach so, dass die Trainer vom WTTV und auf den Stützpunkten den jungen Talenten nahelegen, so früh wie möglich in die Herren-LL und höher aufzurücken. Es bleibt zwar unausgesprochen, liegt aber doch auf der Hand, dass das Spielen in höheren Herrenklassen Voraussetzung für eine weitere Verbandsförderung ist. So weit, so gut, so verständlich aus der Sicht des Verbandes.
Die Kehrseite: Junge ehrgeizige Spieler werden so doch schon recht früh unter Druck gesetzt, damit sie wechseln. Und das wird dann zum Selbstläufer und entwickelt eine fast alle besonders talentierten Jungspieler erfassende Dynamik. Spieler A (bzw. der "Spielervater"

) denkt: "Schließlich spielt Konkurrent B, C, D etc. auch schon bei den Herren, also muss ich auch wechseln!" Tja und dann kommt es eben sehr häufig zum Wechsel und Werte wie Loyalität zum Verein zählen da nicht mehr so viel. ABER: Wer will das den wechselwilligen Jungtalenten unter diesen Umständen wirklich übel nehmen?