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Alt 30.03.2010, 08:59
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Ich glaube langsam, die Taktik der Reformer durchschaut zu haben. Man versucht einfach, die anderen zu ermüden, um dann am 10.4. unerbittlich zuzuschlagen. Die Anträge bestehen aus einem fast 100seitigen Monstrum. Neben herrlichen handwerklichen Fehlern, mit denen wir vielleicht nach dem 10.4. noch viel Spaß haben werden (für die, die es angeht: Das kommt davon, wenn man das nicht ausreichend kommuniziert), haben einige Punkte auch eine kabarettistische Note, wenn man nicht vor Seite 50 eingeschlafen ist und mit ein bisschen guten Willen an die Sache geht.

Hier ein Beispiel:

Seite 46: "Gegenüber dem vergleichbaren Antrag zum Bundestag 2009 wurden insbesondere sprachliche Verbesserungen vorgenommen. Zusätzlich wurde ... die Behandlung von Feiertagen verdeutlicht."

Seite 57/58 dann dazu: " Die Weihnachts-, Oster- und Pfingstfeiertage, Allerheiligen, Volkstrauertag, Totensonntag, Neujahr, Hl. Drei Königstag, Karneval/Fasching, Karfreitag, Christi Himmelfahrt sollen spielfrei bleiben. Dies gilt für jeden einzelnen dieser Tage und für jede einzelne Gruppe einer RL bzw. einer OL verpflichtend jedoch nur, wenn dieser Tag in mindestens einem Bundesland des Einzugsgebiets dieser Gruppen nach den dort geltenden gesetzlichen Feiertagsregeln ein Feiertag ist."

Nun muss man annehmen, anders ergibt diese Aufzählung ja keinen Sinn, dass es sich bei all diesen Tagen zumindest in irgendeinem Bundesland um einen gesetzlichen Feiertag handelt. Doch weit gefehlt! Fasching/ Karneval (warum eigentlich nicht Fastnacht ?) wird zwar mancherorts gefeiert, deswegen ist aber noch keiner dieser Tage irgendwo ein gesetzlicher Feiertag. Ich habe auch noch nicht gehört, dass RL/OL-Spiele bislang auch nur in einem einzigen Fall einmal an einem Rosenmontag, der ja bekanntlich immer auf einen Montag fällt, angesetzt wurden. Totensonntag und Volkstrauertag sind auch nirgendwo gesetzliche Feiertage. Heißt das nun, dass diese Tage in der Aufzählung völlig überflüssig sind, weil sie nie relevant werden, oder sie stets zu beachten sind, weil die Einschränkung, dass es sich um einen gesetzlichen Feiertag handeln muss, für sie nie gelten kann? Warum fehlen in der Aufzählung dann eigentlich Muttertag und der Nikolaus? Vielleicht wollen manche Leute da auch nicht spielen. Einen gesetzlichen Feiertag, den es im Osten gibt, den Reformationstag nämlich, hat man ganz vergessen. Ist das ganze Vorhaben also eine katholische Verschwörung?

Fortsetzung folgt.
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