Zitat:
Zitat von schnippeler
...weil es wird einem in vielen Trainerlehrgängen in Hessen so erzählt (kam vielleicht falsch rüber). ..
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Sowohl Dragonspin als auch ich arbeiten in Hessen in der Trainerausbildung. Wir erzählen sowas jedenfalls nicht.
Was Beweglichkeitstraining angeht gibt es zwei Aspekte:
Aufwärmen zu Beginn der TE:
Wenn danach noch ein aktiver Part steht und zudem eher aktives Dehnen durchgeführt wird, dann ist das OK. Allerdings verzichte ich selbst darauf und versuche es zu anderen Zeiten durchzuführen. Mein Ziel ist dabei eher, dass ich den Spielern die Fähigkeiten vermittle selbstständig Stretching ausserhalb vom Training durchzuführen.
Beweglichkeitstraining am Ende der TE:
Viele propagieren, dass man nach einem belastenden Training (eventuell inkl. einem Ausdauer- oder Kraftteil) am Ende Stretching durchzuführen ist. Im Prinzip ist es aber besser dieses Beweglichkeitstraining eher dann durchzuführen, wenn die Belastung nicht groß war.
Der Grund ist ganz simpel: Da durch das Stretching die Blutzufuhr der Muskeln eher behindert wird, würde man damit die Regenerationszeit verlängern. Der Abtransport der angefallenen Stoffwechselendprodukte wird verhindert. Nach einer größeren Belastung (vor allem wenn am Folgetag neue Einheiten anstehen) sollte man eine aktive Regeneration durchführen. Oftmals wird hier fälschlicherweise das Dehnen genannt. Sinnvoll ist aber nur ein kurzer Regernationslauf bei sehr langsamen Tempo.
Fazit: Beweglichkeitstraining ist wichtig. Einmal verkürzen manche Muskeln infolge des TTs die gezielt gedehnt werden sollten, andererseits wachsen die Muskeln nicht so schnell wie manche Kids an Körpergröße "gewinnen". Manchmal können daraus Probleme wie Knieschmerzen entstehen nur alleine dadurch, das die beteiligten Muskeln sich infolge des Wachstums verkürzen.
Zitat:
Zitat von schnippeler
...Ich denke hier ist man sich noch immer nicht 100% sicher und es sollte jeder so machen wie er sich dabei wohler fühlt...
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Die meisten Effekte sind abgesichert. Wie Dragonspin schon sagt, muss man auch keine Wissenschaft daraus machen weil der Einfluß einfach nicht so hoch ist. Schlimmer als der falsche Zeitpunkt des Beweglichkeitstraining ist ggf gar keines durchzuführen. Es gibt fast immer andere Baustellen in denen deutlich mehr Optimierungspotential stecken. Aber die neuesten Erkentnnisse in den Trainingsalltag zu integrieren und auch in der Ausbildung zu vermitteln ist wichtig. Bis sich sowas in den Hallen zeigt dauert es nämlich sehr lange...