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AW: TS bei unterschiedlichen Belägen
Das man automatisch anders spielt wenn man einen bestimmten Belag hat halte ich für Quatsch.
Eine Anpassung erfolgt seeeeehr langsam. Alles andere ist Einbildung und dürfte hier viel eher der Fall sein.
Konkretes Beispiel:
Ich habe einen Schüler der eine zu lange Topspinbewegung macht. Er kann auf alle Spinarten mit Topspin reagieren und bekommt auch die Differenzierung der Schlagebene brauchbar hin. Aber unter Zeitdruck geht das nicht da er zu viel Zeit für die lange Aushol- und Ausschwungphase benötigt.
Um das zu korrigieren (der Spieler trainiert 4 mal die Woche) habe ich ihn von Sriver EL 1,9mm auf Tibhar Genius 2,0mm umgestellt. Zudem statt dem ALL Holz ein OFF Holz mit kleinerem und geradem Griff (vorher konkav).
Trainingstechnisch hat er 1-2 mal die Woche Einzeltraining am Balleimer wo dieser Schwerpunkt meistens ein Thema ist. Ansonsten trainiert er oft übungen die ihn zu kurzen Bewegungen zwingen (tischnah gegen frühen Block).
Nach 6 Monaten erkenne ich auf den Videoanalysen langsam eine leichte Veränderung in die gewünschte Richtung.
So eine Anpassung erfordert Zeit und wird am besten durch Trainingsmassnahmen ergänzt. Das jemand sich einfach nen Hexer aufklebt und die Technik dann gleich anpasst halte ich daher für 100%ige Einbildung.
Immerhin spreche ich von einem Spieler der ein gewisses Talent und gutes Training hat. Selbst da dauert diese Anpassung einfach seine Zeit.
Geändert von Cheftrainer (02.04.2010 um 13:08 Uhr)
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