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Alt 11.04.2010, 23:08
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AW: JES (Jugendersatz) Reglung lockern

Ich kann viele der von Fastest115 hier vorgebrachten Bedenken sehr gut nachvollziehen, und sie gelten nicht nur im WTTV, sondern in anderen Landesverbänden genauso. Die Meinungen über den Nutzen dieser neuen Regelung gehen in Deutschland sehr weit auseinander - einige sehen darin eine ganz große Chance, andere ganz große Gefahren.

Deshalb ist es zu begrüßen, dass der Bayerische Tischtennisverband als Antragsteller den Bitten mehrerer in dieser Sache eher skeptischer Landesverbände bzw. deren Jugendorganisationen nachgekommen ist und noch in der Sitzung seinen Antrag modifiziert hat. Erst danach war er überhaupt erst mehrheitsfähig.

Jetzt ist es im Grundsatz so, dass jeder bisher freigeholte Jugendliche (mit Jugendfreigabe oder Seniorenerklärung) bei den Erwachsenen und in der Jugend "uneingeschränkt" starten darf. Die Modifikation besagt allerdings, dass jeder einzelne Landesverband für die Jugendspielklassen in seinem Bereich (also bis zu seiner höchsten Spielklasse) dieses "uneingeschränkt" verändern darf - und zwar bis zum kompletten Gegenteil. Es wird wahrscheinlich Landesverbände geben, die das dahingehend nutzen werden, dass sie - was den Einsatz von Spielern mit Jugendfreigabe im Jugendbereich betrifft - im Endeffekt genau dieselben Regelungen haben werden wie bisher und erst einmal beobachten werden, ob sich die positiven Auswirkungen in den anderen Landesverbänden wirklich ergeben werden. Soviel zu den "echten" Jugendfreigaben.

Auch die ursprünglich nicht mehr im Antragstext geplante Regelung der Jugendersatzspieler (JES, E/J-Spieler) wird es weitergeben. Das nennt sich zukünftig "eingeschränkte Teilnahme am Erwachsenenspielbetrieb". Demnach kann jeder Landesverband für seinen Bereich die bisher geltende JES-Regelung sinngemäß weiterhin beibehalten. Wieviel JES-Einsätze ein Jugendliche aus einer Nachwuchsmannschaft zukünftig im Erwachsenenbereich machen darf (ohne die uneingeschränkte Spielberechtigung für den Erwachsenenbereich zu haben), wird also weiterhin jeder Landesverband für sich festlegen dürfen. Einige werden diese Regelung dann gar nicht mehr gebrauchen (wie die Bayern, weil man dort in beiden Bereichen uneingeschränkt spielen soll) und andere bei ihren bisherigen Zahlen bleiben, also z. B. drei, vier oder sechs Einsätze pro Halbserie.

Allerdings müssen jetzt alle Landesverbände, die eigentlich gegen die neue Regelung sind, bis zum Sommer ihr Regelwerk anpassen, weil sonst das vollständige "uneingeschränkt" aus der in ganz Deutschland geltenden Wettspielordnung gilt. Wer also einschränken will, muss tätig werden!
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