|
AW: Spiegel Online Artikel über Rosskopfs Rückzug aus dem aktiven Sport
Ich finde mich trotzdem damit ab, dass Tischtennis einfach nicht "das Zeug" zur großen Medienpräsenz hat. Dazu besteht es einfach aus zu vielen kleinen Feinheiten und Nuancen, die die meisten Nicht-Spieler nich nachvollziehen oder im Fernsehen erkennen können. Interessant ist daher das Thema Tischtennis im Fernsehen hauptsächlich für die Aktiven, die es auch beurteilen können - für Laien sind andere Sportarten leichter zugänglich und daher interessanter.
Und auch von der guten halben Million Aktiver, die die potentielle Zielgruppe bilden, hat nur ein Bruchteil INteresse am Tischtennis im TV - das sind hauptsächlich die jungen ENthusiasten.
Man kann m.E. Tischtennis nicht über die Medienpräsenz ins Volk tragen - der Weg geht eben nur andersrum, über den Breitensportansatz. Tischtennis kann jeder mit relativ wenig Aufwand ausprobieren, es lässt sich fast überall betreiben, der Kostenaufwand ist überschaubar, und man kann auch noch im gesetzteren Alter mitmachen.
Das allerdings großartig im TV zu vermarkten, wird nicht funktionieren, allein aufgrund der Gesetze des Marktes... und mal zum Thema Skispringen zurück, und dass es da ja auch funktioniert hat: Ich persönlich finde SKispringen pupslangweilig. Aber es greift nunmal der Ansatz der leichten Zugänglichkeit: JEder kann nachvollziehen, dass der gewinnt, der am weitesten springt und dabei am wenigsten rumzappelt. Dazu noch der Faktor "Mann, ich würd mich nciht trauen, da runterzufahren", und fertig hat man eine massenkompatible SPortart. TT bietet diesen Ansatzpunkt einfach nicht, fertig.
UNd ja, ich würde mich auch über häufigere Übertragungen freuen - aber realistisch ist das nciht, denn jeder Sender braucht nunmal seine Marktanteile.
|