|
AW: Aufstiegsskandal
Da ist in sich kein Widerspruch. Ich beginne ernsthaft am Leseverständnis zu zweifeln, ähnlich den Argumenten "Ich darf doch immer wenn ich will den Schläger wechseln, muss den nur vorzeigen" (das ist Blödsinn).
Schwarz auf weiß steht da - ohne jegliche Kommentierung ob das jetzt gut oder korrekt oder was auch immer ist.
Paraphrasiert:
1. Spiele sind zu einem Zeitpunkt X angesetzt und haben zu diesem Zeitpunkt X zu beginnen
1a. Tun sie das nicht, ist prinzipiell derjenige Schuld, der nicht da ist und dieser verliert kampflos.
2. Wird aus irgendeinem Grund das Spiel trotzdem begonnen (Stichwort: "TROTZDEM") gilt der Makel des zu späten antretens als geheilt und das Spiel wird gewertet als ob zur rechten Zeit angetreten wurde.
Das ist, noch einmal betont, das was da steht.
--
Persönliche Meinung: Ich denke, hier wird keiner sagen dass das sportlich-moralisch ok war. (Caveat: So wie es hier geschildert wurde.) Die meisten kennen ja auch die Karenzzeit von 30 Minuten in fast allen Verbänden/Ebenen.
Der Verein hätte bei mir ernsthaft versch**. Erst verlegt man den Termin, weil es bei denen nicht passt und dann ziehen die so etwas ab? Habe ich noch nie erlebt und werde ich hoffentlich auch nicht erleben. Erfahrungsgemäß sprechen sich solche Aktionen doch auch schnell herum und bleiben jahrelang am Verein haften. (Wobei: diese Erfahrung stammt aus Bremerhaven - da sind die Ligen eher 'kompakt' im Vergleich zu anderen Bundesländern.) Und da war 'man' meist auch recht großzügig und untereinander hatten die Vereine seltenst Probleme.
Die Frage ist, wie viel Ärger sich jeder damit machen möchte. Spielleitende Stelle darauf aufmerksam machen halte ich für das Minimum. Zeitnah. Eigentlich jetzt schon zu spät. Optimal gewesen wäre ein Telefonanruf so schnell wie möglich (Sofort per Handy, oder von zu Hause) zur erstmaligen Mitteilung. Dann am sofort schriftlich niederschreiben und absenden. Möglichst mit Zeugen.
OB das dann etwas bringt ist wieder eine andere Sache, die ich nicht kommentiere.
Abseits davon: Angesprochen werden sollte das vermutlich auch auf dem nächsten Bezirksjugendtag oder /-staffeltag. Wohlgemerkt, nicht in einer Schuldzuschiebungsmasche (bringt nix) sondern eher zu einer Diskussion ausgerichtet, ob man solch ein Verhalten denn wirklich haben möchte. Vielleicht sieht die Mannschaft da gar nicht, dass sie sich da u.U. zwar regeltechnisch die Meisterschaft gesichert haben, es sich aber gleichzeitig sportlich-moralisch auf Jahre hinaus mit allen verscherzt haben.
Was wäre meine persönliche Konsequenz? Der Verein bekommt keinerlei Zustimmung zu einer Spielverlegung mehr. Möglichst von keiner einzigen Mannschaft des eigenen Vereins. Warum sollte man das dann machen, wenn man am Ende der Gelackmeierte ist?
Zusammenfassung noch mal, und das wird seit Seiten gesagt: Ruf den Staffelleiter an. Daran führt eh kein Weg vorbei.
Geändert von NicoZ (14.04.2010 um 19:56 Uhr)
|