Zitat:
Original geschrieben von Sascha Eichmann
Du stellst hier die These auf: Junger Spieler in niedriger Klasse= faul und untalentiert. Ob das der richtige Stil ist mit einem Beitrag umzugehen, den ( nicht nur) ich inhaltlich durchaus bestätigen kann, wenngleich der Stil natürlich genauso daneben ist wie der von dir gewählte?
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Es geht nicht um meine These (die ich nicht aufgestellt habe), sondern um die im dts. Die hieß doch: Junger Spieler = guter Spieler => muß höhere Klasse spielen.
aber: alter bzw. älterer Spieler = Material-Spieler = schlechter Spieler bzw. überhaupt kein TT-Spieler.
Es ist doch so: Nicht jeder, der TT spielt, spielt es so gut, daß es für höhere oder hohe Klassen reicht. Das gilt für alle Altersklassen. Ich bin für differenzierte Betrachtungsweise und habe auf einen groben Klotz einen groben Keil gesetzt. Es liegt mir fern, einen jungen Spieler, der in tiefen Klassen spielt, als faul zu bezeichnen. Es gibt viele Gründe, warum jemand in einer bestimmten Klasse spielt ebenso wie es Gründe gibt, warum jemand einen bestimmtem Stil spielt.
Dabei bleibe ich allerdings: Ein junger Spieler ist ab einem gewissen Zeitpunkt selbst für seine sportliche Entwicklung verantwortlich.
In dem Artikel geht es u.a. auch darum, die Attraktivität unseres Sports zu steigern. Aber wenn immer weniger Jugendliche TT spielen, liegt das nicht an den alten Spielern. Die waren auch mal jung und hatten dieselben Probleme wie die jetzt jungen Spieler. Die, die immer noch dabei sind, haben sich durchgebissen. Vielleicht sind die Jugendlichen dazu nicht mehr bereit.
Zu Zeiten, in denen ich Mannschaftsführer war, habe ich gerne auf Jugendliche zurückgegriffen, und denen hat das auch Spaß gemacht. Die waren ganz heiß drauf, den "alten Säcken" mal zu zeigen, was sie alles können. Vielleicht auch deshalb, weil wir immer bereit waren, mit ihnen zu spielen und Erfahrungen weiter zu geben. Was die Jungen uns an Schnelligkeit und Technik voraus hatten, wurde dann ausgeglichen durch Spielverständnis, Erfahrung und taktisches Geschick.
Entscheidend bei unserem Sport sind immer die Personen, die vor Ort handeln. Mache ich eine gute Jugendarbeit, habe ich die Halle voll. Wobei gute Jugendarbeit auch heißt, einen jungen Spieler beizeiten an einen anderen Verein abzugeben, wenn ich erkenne, daß er versauert oder sich langweilt.
Gruß, Volkmar