Einzelnen Beitrag anzeigen
  #98  
Alt 22.04.2010, 22:13
Frank Schmidt Frank Schmidt ist offline
registrierter Besucher
Foren-Urgestein - Master of discussion ***
 
Registriert seit: 14.06.2000
Ort: Quierschied
Beiträge: 10.372
Frank Schmidt ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Frank Schmidt ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Frank Schmidt ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Frank Schmidt ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)
AW: 1.Bundesliga Damen: Spielerkarussell 2010/11

Ein Lizensierungsverfahren ist halt auch nicht ganz billig. Hier müsste eine einheitliche Lösung für alle 6 Bundesligen her, bei denen die Herren einen größeren Teil der Kosten tragen als die Damen - in vielen anderen Bereichen ist das ja auch schon so.

Grundsätzlich finde ich es schade, dass viele Vereine bei den Damen nichts aus der 2. oder 1. Bundesliga machen und die Spiele mehr oder weniger vor sich hindümpeln. Wenn ich da sehe, dass es mancherorts für ein Zweitligaspiel nur 20 Zuschauer gibt, finde ich das sehr traurig.
Viele sehen auch nicht den Mehrwert, mehr Arbeit in eine Saison zu stecken. Beim Liveticker spiegelt sich das derzeit ganz gut wider: während bei den Herren in der 2. Bundesliga über 10 Vereine den Ticker nutzen, sind es bei den Damen gerade einmal 2. Grundsätzlich ist man erst mal gegen alles, was nicht zwangsweise vorgeschrieben wird und Arbeit bedeuten könnte - so weit, dass man mit der Werbung im Liveticker einige tausend Euro einnehmen könnte und das auch einen sehr positiven Effekt auf die Öffentlichkeitsarbeit hätte, denken viele erst mal gar nicht.

Genauso wenig wird kein Geld ins Umfeld investiert und alles, was in irgendeiner Form Geld kostet und keine Spielerin ist, ist zunächst einmal zu verteufeln. Solange sich hier nicht die Einstellung der Verein ändert, wird Tischtennis in Deutschland auch nie eine professionelle Sportart werden - da nehme ich weder Damen noch Herren aus und auch nicht meinen eigenen Verein.

In der Spitze haben Frankreich und andere Länder Deutschland mittlerweile den Rang abgelaufen. In den Bundesligen schlummert ein riesiges Potenzial, was über Jahre hinweg nur zu einem sehr geringen Teil genutzt wird. Bei den Damen haben wir derzeit die glückliche Situation, dass wir mit Sabine Winter und Petrissa Solja zwei Talente haben, denen in Europa in den nächsten Jahren die Zukunft gehören könnte - bleibt abzuwarten, was die Vereine daraus machen. Bei den Herren hat es Düsseldorf mit einem Timo Boll vorgemacht und um einen Spieler herum professionelle Strukturen aufgebaut von denen alle anderen Vereine nur träumen können - bzw. können ist hier das falsche Wort - derzeit nur träumen WOLLEN trifft es wohl eher.
Wir müssen endlich anfangen, die Hobby- und Hausfrauenmentalität abzulegen und professionelle Strukturen und Umfelder aufzubauen, wenn Tischtennis mittelfristig nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden soll.

Um dann mal wieder die Bresche zum eigentlichen Thema zu schlagen: wenn wir das schaffen, wird die Bundesliga auch für europäische Spitzenspieler wieder attraktiver.

Geändert von Frank Schmidt (22.04.2010 um 22:17 Uhr)
Mit Zitat antworten