Einzelnen Beitrag anzeigen
  #1437  
Alt 29.04.2010, 07:55
Benutzerbild von crycorner
crycorner crycorner ist offline
Spitzenfreilos
Foren-Urgestein - Master of discussion *
 
Registriert seit: 13.07.2009
Alter: 52
Beiträge: 6.851
crycorner ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Fortsetzung von Religion und Tischtennis

Holy...Spin!

Dieses "hätte schlimmer kommen können" ist nicht ganz richtig. Es geht eher darum, das Gefühl zu haben, sich fallen zu lassen: "Gott hat einen Plan mit mir. Mein Leben ist schlimm, Gott will mich prüfen, doch ich muss stark sein in meinem Vertrauen auf Gott, denn er wird mir die richtige Richtung weisen."

Also nicht: Sei froh über die Vergangenheit, wie schlimm sie auch war, denn sie hätte schlimmer kommen können.

Sondern: Blicke zuversichtlich in die Zukunft und vertrau auf Gott, dass es besser wird. Irgendwann...

Sowas in der Art...

Gerade Menschen, die sich einem Leid gegenüber sehen, welches sie mit niemand anderen teilen wollen oder können, entdecken ihren Glauben an Gott und damit die Möglichkeit, nicht ständig alle schrecklichen Eventualitäten durchspielen zu müssen, sondern sich seelisch besser auf das vorbereiten können, was kommt. Man legt sein Leben in Gottes Hand, was nicht mehr bedeutet, als: Was geschehen soll, mag geschehen.

Dabei findet durchaus zwischen Mensch und Gott eine Kommunikation statt. Der Mensch redet mit Gott und Gott redet durch "Zeichen" mit dem Menschen. Doch letztlich ist es so, dass der Mensch diese Zeichen als solche erkennt und deutet. Dass es dann doch letztlich ein Monolog mit verteilten Rollen ist, lässt sich erklären, denn Gott ist in uns...

Will sagen: Gott ist gut für die, denen der Glaube an ihn hilft. Insofern hätte es wahrlich schlimmer kommen können.

Mir jedoch ist der Glaube an Gott, Allah oder sonstwem zu unlogisch um mir helfen zu können...

LG,
crycorner
Mit Zitat antworten