@Jaskula: Deinen Beitrag #527 hatte ich bewusst ignoriert. Weil mir klar war, dass genau das daraus entstehen würde, was nun entstanden ist. Erst als der Destroyer diesen Beitrag nicht ignorieren konnte, musste ich ihm einfach beistehen. Ich konnte sozusagen nicht anders...
Kurz (oder etwas länger) zur Sache: der HSV ist eine LEIDENSCHAFT von HSV-Fans. Der Club ist eine Leidenschaft von Clubbbbbbbbbbberern. Der FC B. usw., usw.. Ich gehe sogar soweit und sage, Fußball generell ist eine Leidenschaft von mir. Wenn ich Bayern international spielen sehe, schlägt manchmal mein Herz höher. Weil's geil ist. Weil die mich dazu bringen, vorm Fernseher zu hocken und voll mit dabei zu sein.
Und Du bemühst Dich, auf Leidenschaften Anderer sachlich eingehen zu wollen.
1) Das kann nur bei einem Versuch bleiben. Emotionen zu versachlichen, das hab' ich schonmal in einem ganz anderen Zusammenhang geschrieben, geht nicht. Ist zum Scheitern verurteilt. Geht einfach nicht.
2) Warum versuchst Du es eigentlich überhaupt? Selbst, wenn es ginge, würde ich Deine Intention nicht nachvollziehen können.
3) Warum trittst Du hier so arrogant auf? Du meinst, und das vermute ich wirklich, dass Du hier in der Sache aufgrund Deiner Sachlichkeit überlegen bist? Und die HSV-Fans hier die Unterlegenen? Weil sie zu fokussiert wären? Nein, das Gegenteil ist der Fall! Ich traue Dir aufgrund Deines sachlichen Umganges mit den Fakten durchaus zu, diesen meinen letzten Satz zu verstehen.
Einen Tipp gebe ich Dir. Es kann so unfassbar schön sein, sich überhaupt nicht dafür zu interessieren, was Rost da getan hat. Oder aufgrund Boatengs Aktion nahe am Durchdrehen zu sein. Oder als Clubbbberer nahezu zu sterben, weil sie in Hamburg nach gefühlten 4 Min. 3:0 im Rückstand lagen. Oder nach Fulhams 2:1 das Gefühl zu haben, dass man wohl gerade eine Betäubungsspritze verabreicht bekommen hat, die genau 4 Sekunden hielt, ehe jegliche Betäubung ins Gegenteil umschlug. Es kann soooooo schön sein. Oder wenn Charisteas kommenden Samstag DAS Tor schlechthin erzielen wird. Das Tor, das den Club endgültig vorm Abstieg rettet. Dann wird der Titan nochmal kurz erwähnen, dass der Grieche der Blindeste überhaupt ist, aber er wird ihn IN DEM MOMENT doch lieben! Denn diese Momente sind die Momente, in denen man spürt, dass man lebt. Weil einen etwas berührt. Sogar etwas in der Sache vollkommen Unwichtiges. Fußball eben. Aber eben nur in der Sache.
Nach diesem Fulham-Spiel irgendeine Rost-Aktion also als Gegenstand einer sachlichen Diskussion betrachten zu wollen, ist so in etwa das Dämlichste, was man machen kann. Es sei denn, man möchte doch mit dabei sein. Und sich ärgern oder auch freuen. Gemeinsam mit den Anderen. DANN ist das in Ordnung. Aber sag' es DANN doch einfach. Aber komm' nicht auf die Doooooofe. Denn eines kann ich Dir versprechen: sollte dieses noch imaginäre Charisteas-Tor dann aus einer Abseitsposition heraus erzielt worden sein, wird es allen Clubbbbbbberern der Welt scheißegal sein. Und womit? Genau, m. R.! Solltest Du dann sachlich über diese Abseitsposition gefühlte 1,5 Minuten nach Rettung des Clubs reden wollen, wirst Du keinen Gesprächspartner finden. Sie werden alle feiern, die Jungs. Weil sie Bock drauf haben. Und weil IHR VEREIN, der nicht einer von 17 favorisierten ist, diesen scheiß Abstieg verhindert hat. Durch ein Abseitstor. Zumindest dann, wenn man es sachlich sieht...