Einzelnen Beitrag anzeigen
  #196  
Alt 30.06.2003, 23:51
A.Rendler A.Rendler ist offline
registrierter Besucher
erfahrenes Forenmitglied
 
Registriert seit: 20.08.2002
Ort: Lembruch, Dümmer See
Beiträge: 382
A.Rendler ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Andy SCB
Member

Registriert seit: 19.06.2003
Wohnort: Bettmar
Beiträge: 11

Wie gesagt, zur Norddeutschen kommen, ist dieses Jahr nicht so schwierig.
Weiterhin glaube ich auch nicht mehr, dass man mit einer jungen Mannschaft so erfolgreich wie ihr sein kann.
Um Deutscher Mannschaftsmeister zu werden, brauch man schon eine Mannschaft mit sehr hohem Niveau.
Wenn es sich dann um eine junge Mannschaft handelt, dann werden sie in dem Jahr in dem ihr das glingen könnte schon nicht mehr Niedersachsenliga spielen. Dann gibt es nämlich Leute die sagen, dass die Niedersachsenliga keine Herausforderung mehr ist und das die Spieler sich dort nicht mehr entwickeln können. Genau das ist da Problem, warum die Niedersachsenliga nicht so stark ist, wie sie sein könnte. Die vergangenen Jahre haben doch gezeigt, dass die oberen Teams immer Bezirksliga Herren Niveau hatten.
Laß mal den ersten der Niedersachsenliga ein Startrecht in der Landesliga Herren bekommen. Dann spielt fast keiner mehr von den Teams die jetzt in der Niedersachsenliga spielen. Und der 1. der Niedersachsenliga wird fast immer Deutscher Mannschaftsmeister.
-------------------------------------------------------------------------------
Ich denke nicht, dass Deine Ausführungen das eigentliche Problem sind, dass die Niedersachsenliga von den Mannschaften her immer schwächer wird. Ich denke eher, dass immer weniger Vereine, die durchaus sehr gutes Jugendpotential vorzuweisen haben, wegen der hohen Nebenkosten bereit sind, größere Entfernungen zu Spielen zum Fördervorteil von Jugendlichen zu überbrücken.

Man sollte sich einfach mal vor Augen halten, wie teuer die Übernachtungskosten für die Vereine zu den Relegationsspielen in Oker waren, deren Unterkünfte vom Verein VFL Oker empfohlen wurden. 18 Euro pro teilnehmende Person und Begleitung, die Fahrtkosten und dann auch noch sehr überzogene Startgebühren von 30 Euro pro Mannschaft, was ich als absolutes Unding empfinde, zumal die angeordneten Relegationsspiele doch eigentlich Verbandssache sind.
Solche Kosten würde man Mannschaften im WTTV auf Verbandsebene mit Sicherheit nicht zumuten.

Warum hat denn Bettmar in diesem Jahr keine Mannschaft mehr in die Niedersachsenliga gemeldet? Obliegt dabei nicht der gleiche Grund, dass es augenblicklich nicht finanzierbar ist?

Ich denke daher, dass man an der Kostenschraube ansetzen sollte, um die Niedersachsenliga für Vereine zu öffnen, die es sich einfach nicht leisten können, über ihren Etat zu wirtschaften.
Dann wird die Niedersachsenliga auch den zu erwarteten Spielleistungen gerecht werden.

2. sehe ich Deine Ausführungen auch viel zu einseitig an, was den Zulauf von jüngeren Mannschaften betrifft. Natürlich ist es ein großes Problem, dass die Vereinspolitiken leider darauf ausgerichtet sind, junge talentierte Spieler aus Jugendmannschaften zu nehmen und in die Herrenmannschaften zu ziehen. Es wäre sicherlich sinnvoller, die Jugendlichen zusammen zu lassen, damit diese sich untereinander weiterentwickeln und sich in Herrenmannschaften nicht so isoliert vorkommen, denn Tischtennis ist das eine und die wichtigen Gemeinsamleiten unter Gleichaltrigen, sich verbal austauschen zu können, das andere, was eine Gemeinschaft einer erfolgreich spielenden Mannschaft zusammenschweißen läßt.

Wenn Vereine wie z.B. TuS Sandhorst und TuS Wagenfeld versuchen, ihren jüngeren Mitgliedern gerecht zu werden und junge Mannschaften auf eine höhere Spielebene einbeziehen möchten; "dann will man damit doch nur die Kinder anspornen, mit dem Ziel, nicht nur Spielfreude im Tischtennis zu bewirken, sondern diese auch zu höheren freiwilligen Leistungen zu bewegen und das setzt doch voraus, dass diese zunächst gegen stärkere Mannschaften sich behaupten müssen, um eine bessere Spielpraxis aufzubauen!"

Ich kann daher Deinen Anmerkungen nicht beipflichten.

Wenn also Leute irgendwann sagen, dass die Niedersachsenliga keine Herausforderung mehr ist, dann gehören die offensichtlich zu den Reigen der Menschen, die jetzt schon gar nicht mehr bereit sind, junge talentierte Menschen im Mannschaftsgefüge zu belassen und nachzubilden, damit die Niedersachsenliga eine Herausforderung für Heranwachsende bleibt.

Eine sinnvolle Maßnahme zur Unterstützung der Jugendarbeit wäre sicherlich, wenn die Verbände Altersgrenzen für jugendliche Stammspieler in Herrenmannschaften festsetzen würden, um die erwachsenen Stammspieler so zu bewegen, mehr zu trainieren, damit sie es aus eigenem Potential schaffen, sich in ihrer Spielklasse behaupten zu müssen.

Geändert von A.Rendler (01.07.2003 um 00:20 Uhr)
Mit Zitat antworten