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Alt 08.06.2010, 01:50
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AW: Das definitive Flatterball Topic

Zitat:
Zitat von Cheftrainer Beitrag anzeigen
Die Arbeitsweise des Gehirns ist jedenfalls so wie ich es beschrieben habe. Die Tatsache, dass wir eine stetige Flugbahn wahrnehmen ist definitiv eher eine Illusion da das Gehirn diese zusammensetzen muss.

Dies bedeutet nicht, dass es den von mir beschriebenen Effekt geben muss. Dies bedeutet aber, dass man ruhig ein wenig offener an die Sache rangehen sollte.

Ich bin eben der Meinung, dass der Wahrnehmungsfehler überwiegt.
Selbstverständlich hast du Recht auf deine Meinung, niemand darf sie dir wegnehmen.

Aber über die These "Wahrnehmungsfehler überwiegt" kann man doch diskutieren.

Normalerweise gehen wir nicht von einem Wahrnehmungsfehler aus, wenn wir etwas glaubwürdiges hören. Dann sollen wir uns die Frage stellen, ob die Geschichten über Flatterbälle glaubwürdig sind. Wenn es so wäre, dass Aerodynamik sie für unmöglich halten würde, dann könnten wir logischerweise auf Wahrnehmungsfehler schließen. Wenn aber Aerodynamik das Phänomen "Flatterball" kennt, dann sehen die Spieler etwas, was tatsächlich existiert. Dann bleibt ganz wenig Platz für eine Wahrnehmungsfehler-Vermutung.

Und es sieht so aus, dass Aerodynamik in der Tat das Phänomen "Flatterball" kennt, Zitat aus Wikipedia:

Zitat:
Zur Entstehung von Flatterbällen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

Langsam oder nicht rotierender Ball.

Bei Bällen, die nur langsam rotieren, tritt kein stabilisierender Effekt entsprechend der Drehimpulserhaltung auf. Durch unterschiedliche Rauheit auf der Oberfläche, beispielsweise durch Nähte auf dem Ball, entstehen asymmetrische Auftriebskräfte an den Seiten, die zu einer nicht vorhersagbaren, plötzlichen Veränderung der Flugbahn führen können. Auch bei Bällen, die überhaupt nicht rotieren, kann dieser Effekt unter bestimmten Voraussetzungen eintreten. Ein Beispiel für einen langsam rotierenden Flatterball ist der Knuckleball im Baseball.

Rotierender Ball.

Bei „angeschnittenen“ Bällen, die im Flug rotieren, tritt oberhalb einer kritischen Fluggeschwindigkeit zunächst ein inverser Magnus-Effekt auf, der eine Ablenkung des Balles in eine Richtung verursacht. Fällt die Geschwindigkeit durch die Bremswirkung des Luftwiderstands im weiteren Flug unter die kritische Geschwindigkeit, setzt der normale Magnus-Effekt ein, wodurch der Ball in die entgegengesetzte Richtung abgelenkt wird. Die Grenzgeschwindigkeit ist dabei jeweils abhängig von Größe, Gewicht und Machart des Balles.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Flatterball)
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