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Alt 10.06.2010, 11:28
Jaskula Jaskula ist offline
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Zitat:
Zitat von Fozzi Beitrag anzeigen
Ihr könnt das gerne anzweifeln, aber die Zahlen sind trotzdem eindeutig, genauso wie die Tendenz seit Jahrzehnten. In den Sozialsystemen müssen immer weniger Zahler für immer mehr Empfänger aufkommen.

Ursprünglich ist man nämlich davon ausgegangen, dass sich das System von alleine (Sozaileinnahmen>=Sozaialausgaben) tragen kann. Das hat auch mal funktioniert. Inzwischen ist es aber so, dass man aus anderen Quellen fremdfinanzieren muss. Die von Dir genannten Töpfe Vermögenssteuer, Erbschafftssteuer oder auch jede Form von Steuern (außer natürlich der Anteil an den Sozailabgaben der Arbeitnehmer) auf Firmen und deren Vermögen oder Gewinne sind solche Fremdfinanzierungen, die aber das Problem, dass immer weniger Zahler für immer mehr Empfänger aufkommen müssen, nicht verändern.
Die Sozialsysteme sind aber auch nicht 1:1 das Problem der defizitären Staatshaushalte, oder ?

In den Sozialsystemen spielen dazu neben der Demographie auch andere Faktoren mit. Aus deren Töpfen werden / wurden auch Leistungen bezahlt, die nichts mit dem eigentlichen Sinn zu tun haben wie z.B. Mutterschaftsgeld (weiß aktuell nicht ob das Elterngeld immer noch aus dem Topf kommt).
Außerdem ist es ein Witz, dass ausgerechnet die besten Einzahler nicht dabei sind, weder in der GKV noch in der Rente. Bei einer Gesellschaft in der die Schere immer weiter auseinander klafft gibt es dann eben auch mehr, die oben aussteigen können und dies auch immer eifriger tun.
Wenn alle Einkünfte in die Sozialtöpfe einzahlen würden, hätten wir weder in der GKV noch in der Rente ein Problem. Bitte jetzt nicht das Argument bringen, dass diese zusätzlichen zahler ja auch Ansprüche hätten. Das ist zwar richtig, aber sie bleiben trotzdem diejenigen, die einen positiven Beitrag leisten können.