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AW: sachlich immer besser
Okay, dann noch ein Versuch:
Zitat:
Zitat von Clausthaler
Das ist weder im ersten noch im zweiten Diagramm zu erkennen.
Weil "heute" auch in beiden Diagrammen nicht enhalten ist.
Kann man sicher aber das ist nicht nur mathematisch unverhältnismäßig und aufgrund der zu erwartenden Fehlertoleranzen im Ergebnis unzuverlässig bis wertlos.
Beim vorliegenden Diagramm mit der E-Gerade von 1950-60 wäre das zunächst so, wenn man die Hochrechnung im Jahre 1960 vorgenommen hätte. Hier hat man aber die E-Gerade an der Dekade ausgerichtet und im Jahr 2000 die Entwicklung entlang der Geraden beobachtet. Das ist dann durchaus aussagefähig.
Tut sie in beiden Diagrammen.
Ich habe nur ein Diagramm mit E-Gerade gepostet. Da geht's 1992 und 1996 bergab. 1997-99 verlaufen schon sehr nah an der Gerade entlang, 2000 geht's kurz wieder hoch. Das andere Diagramm enthält keine Gerade, sondern nur die BIP- bzw. NIP-Kurve von 1970-2007. Ist mangels E-Gerade in der Hinsicht nicht vergleichbar, zumal der Ausgangspunkt 1950 nicht enthalten ist. Ich kann allerdings nachvollziehen, dass Du die Kurven zusammen betrachtet so interpretierst. Ein entsprechendes Diagramm, bei dem ich die Gerade annähernd passend eingefügt und beide Diagramme mit dem betreffenden Abschnitt übereinandergeblendet habe, findest Du im Anhang.
Warum sollte sie sich (rein mathematisch) entfernen, sich also exponentiell entwickeln?
Wenn das BIP einer Volkswirtschaft durch wachsende Bevölkerung zunimmt, ist der Sprung von 1991 erklärt. Nun sollte man meinen, dass im Laufe von 20 Jahren eine Verbesserung bei der Qualifikation einsetzt (nein, Ossis sind nicht dumm, sondern haben zu einem Großteil andere Ausrichtungen in der Qualifikation mitgebracht als benötigt), die sich entsprechend im BIP mit einer vorübergehenden exponentiellen Entwicklung bemerkbar macht, bis diese Anpassung abgeschlossen ist, um dann in die Parallele überzugehen. Das bleibt aber quasi aus. Mathematisch: 30 Mio. Westbürger haben vorab das fünf- bis siebenfache an BIP gegenüber 10 Mio. Ostbürgern erwirtschaftet. Nehmen wir im Schnitt den Faktor 6, wobei der Bevölkerungsunterschied nur den Faktor 3 ausmacht. Bei einer Entwicklung über 20 Jahre innerhalb der gemeinsamen Volkswirtschaft könnte man annehmen, dass sich dieser Unterschied mit der Zeit ausgleicht. Hierzu wäre über einen gewissen Zeitraum ein leicht exponentieller Anstieg in der blauen Kurve nötig, bis sich die blaue Linie parallel zur E-Gerade einpendelt, und zwar erst, wenn das Gesamt-BIP im entsprechenden Verhältnis zur Gesamtzahl der Erwerbstätigen bewegt.
Gut, zum Teil ist das Ost-West-Gefälle dafür verantwortlich, dass dieser Prozess länger dauert, aber gewiss nicht nur. Das haut nämlich auch unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lohnstrukturen nicht hin.
Normale wirtschalftliche Entwicklung (und Qualifikationsentwicklung  ) ohne konstantes Bevölkerungswachstum -> lineare Entwicklung - immer! (siehe z.B. Afheldt)
Richtig!
Aber um einen entsprechend angestiegenen Faktor, nicht nachdem 17 Mio. Menschen hinzugekommen sind und nach einer gewissen Zeit das Gesamt-BIP bei der Geraden angelangt ist. Das passt irgendwie nicht! Im Prinzip müsste sich das Gesamt-BIP der ostdeutschen Erwerbstätigen in einem Korridor um die 600 Milliarden über der Geraden einpendeln, wenn man vom Ausgangspunkt 1991 und einem West-BIP in Höhe von 1,8 Billionen Euro ausgeht, wobei dieser Korridor der gleichen Steigung folgen müsste wie die E-Gerade. Beim aktuellen BIP 2009 müssten wir dann grob geschätzt statt bei 2,4 bei etwa 3,1 Billionen Euro liegen.
P.S.:Was die Unsachlichkeit angeht, dürften wir quitt sein, Peace!
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However - ganz wie Du meinst. Jedoch: Deine Argumente hören sich zunächst recht treffend an, die Realität widerlegt Dich dennoch.
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"Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen." George Orwell (1903-50), eigtl. Eric Arthur Blair, engl. Schriftsteller.
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