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Ich glaube, daß die Leute, die sagen, daß ihnen die Mannschaft VIEL wichtiger als die Bilanz ist nicht ganz ehrlich sind, oder ihnen einfach der Ehrgeiz fehlt (da ich noch jung bin mag es sein, daß der Ehrgeiz bei mir später abnimmt). Letztendlich wird die von einem selber erbrachte Leistung am Ende einer Saison immer mit der Bilanz gemessen.
Bei Mannschaftssportarten ist die Leistung nicht so unmittelbar meßbar, außerdem kann man sich hier auch gut rausreden ("mit solchen Zuspielen kann ich nichts anfangen"...). Beim TT versuchen das zwar auch viele (schlechtes Licht, schlechter Boden, schlechte Tische oder auch immer wieder beliebt: "Der Gegner hatte ja nur Glück, mindestens zehnmal pro Satz"), aber ernten letztendlich nur ein "Ja ja!" und der Gesprächspartner denkt sich seinen Teil.
Wenn man jedoch eine gute Bilanz gespielt hat, kann dagegen keiner was sagen, er muß es anerkennen.
Leute wie den von Cogito beschriebenen "Zeitungsleser" kann ich auch nicht ab und ich halte solche Spieler für sehr gefährlich für die Stimmung in einer Mannschaft, gerade dann, wenn es nicht läuft.
Ich selber verfolge die Spiele meiner Mannschaftskameraden immer genau und feuere sie an (meiner Meinung nach selbstverständlich, leider aber auch nicht überall).
Allerdings muß ich sagen, gehe ich zufriedener aus der Halle wenn ich meine Einzel gewonnen habe und die Mannschaft verloren hat, als wenn ich meine Einzel verliere, aber die Mannschaft gewinnt. Am meisten freue ich mich natürlich, wenn ich meine Einzel gewinne und die Mannschaft auch gewinnt.
Wer das anders sieht hat entweder eine andere Einstellung zu unserem Sport oder kann einfach besser verlieren als ich.
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