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Zitat von Thiloho
Zum Thema dehnen:
In Studien wird häufiger mal erwähnt, dass Dehnen die Muskeln langsamer macht. Dafür steigt die Beweglichkeit. Beim Verletzungsrisiko wird es mal so mal so erwähnt.
Jetzt muss man sich aber mal Spitzensportler in verschiedenen Sportarten anschauen: Sprinter, Kugelstoßer, Hochspringer, Weitspringer, Boxer,Schifahrer, Schispringer( Schnellkraft par excellence)
Sie ALLE dehnen. Sprinter sogar wenige Sekunden vor dem Start noch einmal
Ich behaupte mal ein Usain Bolt überlegt sich 20 mal ob er dehnt, wenn er damit Zeit rausholen oder verlieren könnte.
Genauso ein Bode Miller. Der würde sich eher einen Zeh abschneiden als zu dehnen wenn er dadurch mehr spürbare Nach- als Vorteile hat.
Wer also immer noch denkt Dehnen vorher sei schlecht hat keine Ahnung.
Es ist aber kein muss. Das soll jeder selber entscheiden.
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Hier ein Auszug aus einer Studie zum Thema Dehnen:
Stretching beim Sport ist sinnvoll, nicht aber vor einem Wettkampf
Bevor es mit Dehnübungen losgeht, müssen die Muskeln warm sein
Sind Dehnübungen für die Katz, wenn es darum geht, beim Sport Muskelkater und Verletzungen zu vermeiden? Das legt zumindest eine Studie aus Australien nahe. Wird, wie beim Stretching, jedoch langsam gedehnt, kann dies das Verletzungsrisiko durchaus vermindern, sind deutsche Sportmediziner überzeugt.
Kaum ein Sportler, ob Profi oder Gelegenheitsjogger, verzichtet auf die Prozedur: Vor und nach dem Training werden einige Minuten lang die Muskeln gedehnt. Diese Zeit kann man sich sparen, urteilen Forscher der Universität Sydney in Australien. Egal ob die Muskeln vor, während oder nach dem Sport durch Stretching gedehnt werden, hat demnach keine signifikanten Auswirkungen auf das Verletzungsrisiko oder auf die Stärke des Muskelkaters, folgern sie aus einer Analyse von fünf Studien zu Stretching.
So pauschal kann man dies jedoch nicht sagen, berichtet Professor Dietmar Schmidtbleicher von der Universität Frankfurt der "Ärzte Zeitung". Schließlich gebe es auch genug Studien, die das Gegenteil belegten. Stretching, das heißt die Muskeln werden langsam gedehnt und die Dehnung wird lange gehalten. Dies, so der Sportmediziner, vermindere den Muskeltonus. Damit bringen die Muskeln zwar nicht mehr die maximale Kraft, das Verletzungsrisiko sinke jedoch ebenfalls.
Anders sehe es aus bei kurzen wippenden und zerrenden Dehnübungen, wie sie oft zur Leistungssteigerung vor dem Sport gemacht werden. Diese erhöhten den Tonus, damit die Muskelleistung, aber auch das Verletzungsrisiko.
"Entscheidend ist also, wer dehnt", so Schmidtbleicher. "Wer in den Wettkampf geht, darf vorher nicht stretchen, sonst reduziert er damit seine Siegchancen, für Hobbysportler ist Stretching aber prima."
Und hilft Dehnen gegen Muskelkater? Nicht unbedingt, so Schmidtbleicher. Wenn nach dem Sport bereits Mikrorisse in den Muskelfasern bestehen, können sie durch Dehnen vergrößert werden.
Solche Mikrorisse, die zu Muskelkater führen, können auch dann entstehen, wenn Muskeln beim Dehnen vor dem Sport noch kalt sind, warnt Professor Klaus Jung aus Mainz und rät: Erst Lockerungsübungen, dann Stretching.
(Ärtztezeitung 5.9. 2002)
Mehr zum Thema findest du unter:
http://www.sportunterricht.de/lksport/beweglth1.html
Die vollständige Untersuchung findest du hier:
http://www.bmj.com/cgi/reprint/325/7362/468.pdf
Leider nurin Englisch