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Alt 27.06.2010, 12:47
JanMove JanMove ist offline
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AW: Neuer Genius

Testbericht: Genius Optimum+, rot, max.

Vergleichsbeläge: Genius (normal), rot, max. und Express One, schwarz, 2.0 mm
Spielholz: Korbel Off (94 g)

Härte:
Gemäss Daumendrucktest ist kaum ein Unterschied zwischen dem Genius und der Optimum+ Version. Dem Optimum+ attestiere ich einen etwas härteren Schwamm dafür aber ein weicheres/elastrischeres Obergummi. Beide sind auf alle Fälle weicher als der Express One. In Härtegraden würde ich den Genius auf 43-44° setzen, den Optimum+ auf 44-45° und den Express One auf 47°.

Spielgefühl/Direktheit:
Der Optimum+ liegt genau zwischen dem Genius und dem Express One. Während sich Letzterer schon ziemlich direkt spielt, ist der Genius etwas "schwammig". So gesehen ist der Optimum+angenehm mittig dazwischen.

Katapult & Tempo
:
Da empfinde ich den Express One am katapultigsten gefolgt vom Optimum+ und dann den Genius. Genauso sieht's beim Tempo aus. Der Express One spielt sich am direktesten, und dabei mit stärkstem Katapult und höchstem Tempo.

Flugkurve
:
Beim Genius deutlich am höchsten, beim Optimum+ mittelhoch und beim Express One am flachsten.

Konter/Block/Schuss
:
Das sind die Schläge, bei denen ich mit dem Genius so meine Probleme habe. Der Express One ist dabei so etwas wie eine Referenz für mich, da dies dessen absolute Paradeschläge sind. Beim Optimum+ klappt das Kontern und Blocken viel besser als mit dem Genius. Durch das deutlich weniger schwammige Gefühl hat man ein unglaublich gutes Gefühl und eine gute Rückmeldung für diese Schläge. Im Vergleich zum Express One gehen diese Schläge mindestens gleich sicher oder sogar sicherer. Allerdings lässt sich mit dem Optimum+ nicht so viel Druck beim Kontern/Blocken erzeugen. Da helfen dem Express One eben all die oben genannten Eigenschaften. D. h., mit dem Optimum+ kann man sehr sicher Blocken/Kontern aber mit dem Express One lässt es sich besser pressen.

Topspin:
Tja, darin hat jeder der drei Beläge seine Vorzüge und Nachteile. Für variable in erster Linie auf Rotation angelegte Spins ist der Genius optimal geeignet. Somit kommt er meiner Vorhandtechnik am ehesten entgegen. Ich ziehe mit der Vorhand nämlich eher langsam und mit hohem Spinbogen. Ich lasse den Ball auch sehr oft weit fallen und schlage selten am höchsten Punkt. Wie schon gesagt unterstützt das der Genius sehr gut. Der Express One ist da schon anders gestrickt. Dieser zwingt einen dazu, die Topspins aggressiver und mit geschlosserem Schlägerblatt anzugehen. Das ist für meine Vorhand nichts dafür für meine Rückhand sehr vorteilhaft.Wie bei fast allen anderen Eigenschaften liegt der Optimum+ auch da zwischen beiden Belägen. D. h., ziehe ich gleich wie mit dem Genius, dann segeln die Bälle des öfteren ins Aus, was mir auch öfters passiert ist. Spielt man hingegen aggressiv nach vorne, entfalten sich unglaublich schnelle Topspins/Schlagspins. Mit dem Genius ist es somit einfacher viel Rotation zu erzeugen, während es mit dem Optimum+ leichter ist, Tempo zu machen.

Fazit:
Auf der Vorhand könnte der Optimum+ für mich die Alternative zum Genius werden, da er absolut keine Schwäche bei den direkten Schlägen hat. Allerdings würde mich dies dazu zwingen meine Topspsins generell etwas aggressiver anzulegen. mit geschlossenerem Schlägerblatt zu ziehen und die Bälle generell etwas früher zu nehmen. In wie weit das auf die Kontrolle beim VH-Topspin geht muss ich dann noch in ernsthaften Matches ausprobieren. Momentan überwiegen aber die Vorteile des Optimum+, sodass ich diesen vorerst auf der Vorhand drauflassen werde. Den Express One auf der Rückhandseite wird er nicht verdrängen können, da ich mit dem Optimum+ nicht so gut pressen kann und auch beim Topspin wegen der höheren Ballflugkurve leichte Probleme beim Topspin habe.
Auf alle Fälle ist der Optimum+ ein interessanter Belag für alle, die einen Belag suchen, der in den Eigenschaften zwischen den Highend-Tensoren der dritten Generation (Sinus, Platin, Express One) und denen der 4. Generation (Genius, Baracuda, X-Plode) liegt.
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