Zitat:
Zitat von Cheftrainer
Es war unter gewissen Unmständen einer. Nämlich genau dann wenn die so genannte Tangentialgeschwindigkeit des Balles (Also Roitationsfrequenz mal Umfang) höher als die Fluggeschwindigkeit ist. Dies ist der Normalfall und da springen die Bälle flacher mit weniger Überschnitt ab.
Für den Fall, dass es sich um weniger Rotation handelt hast Du Recht. Insofern ist meine pauschale Aussage, dass es ein Fehler war falsch gewesen. Wenn ich von einem typischen Kickaufschlag oder Topspin ausgehe, wird aber Rotationsenergie (=> flacherer, und schnellerer Absprung) in kinetische umgewandelt und damit geht Rotation verloren.
Man kann diese geschwindigkeitsabhängige Grenze genau berechnen. Bei 36 km/h (sprich 10 Meter pro Sekunde) wäre die Grenze der Rotation des Balles bei knapp 80 Herz. Wenn der Ball stärker rotiert, dann würde er Rotation verlieren und Tempo nach vorne gewinnen.
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Um Deine so viel geliebten Worte zu benutzen, sag ich mal, dass die Abschätzung Unsinn ist und mehrere Fehler enthält.
Nehmen wir mal an, die Abschätzung würde stimmen, dann sind 80 Hz = 4800 U/min, was schon ganz ordentlich ist. Ich glaube nicht, dass es der Normalfall ist, dass Spins mit 10 m/s so eine grosse Rotationsfrequenz haben. Bei einem doppelt so schnellen Ball mit 72 km/h = 20 m/s müsste man schon 9600 U/min erreichen. Soweit ich weiss sind 9000 U/min so ungefähr das Maximum was man im Tischtennis erreichen kann. D. h., bei einem mittelschnellen Schlag könnte man die Grenze schon gar nicht mehr erreichen, damit die Rotation vermindert wird.
1. Fehler: Der Einfallswinkel spielt eine Rolle. Mit zunehmendem Winkel gegenüber der Tischplatte wird die Grenzrotation reduziert. Insbesondere ist sie bei senkrechtem Einfall null!
2. Fehler: Der Ball ist keine starre Hohlkugel sondern wird beim Kontakt deformiert. D. h., es gibt keinen Berührpunkt sondern eine ganze Kontaktfläche. Es ist zwar schwieriger zu begründen, aber dies führt ebenfalls zu einer Reduktion der Grenzrotation. Dieser Effekt wird natürlich umso wichtiger je härter der Ball geschlagen wird.
3. Fehler: Der Kontakt ist nicht vollkommen elastisch. Dieser Effekt dürfte auf die Änderung der Rotation keinen nennswerten Einfluss haben, beeinflusst jedoch den Absprungwinkel nach dem Kontakt.
Somit ist im Grenzfall von sehr flach geschlagenen Bällen die Abschätzung halbwegs vernüftig. Dies hat aber zur Folge, dass sich bei harten und sehr flach geschlagenen Topspsins die Rotation immer erhöht, da die Grenzrotation nicht erreicht werden kann.
Also alles in allem ist das Ganze nicht so trivial wie es ausschaut.