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AW: Wetterau: Sperrvermerke + Klassenübergreifende Mannschaftsumstellungen
Eine hitzige Diskussion ist entstanden und vermutlich nicht nur im Forum.
Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass meine Kritik an der Vorgehensweise nicht darauf aufbaut, dass auch bei uns nun ein Sperrvermerk droht. Das habe ich erst sehr viel später erfahren.
Fakt ist, dass der Kreistag als souveränes Organ im Kreis, nicht über diese Regelung befunden hat. Fakt ist auch, dass sie im Bezirk nicht zur Anwendung kommt.
Was die rechtliche Seite betrifft, stehe ich auf der selben Seite wie SUNFIRE.
Aus den früheren Jahren weiß ich, dass damals eine 15 Punkteregel sozusagen klassenleiterintern benutzt wurde, die auch nie verabschiedet war und sich nicht mit der WSO vereinen ließ.
Mir ist kein Einspruch bekannt, der wegen dieser 15 Punkteregel, beim Rechtsausschuss abgewiesen wurde.
Jetzt haben wir 8 Punkte addiert aber noch immer die selbe Rechtslage.
Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass wir mit dieser Version der Regelung klarkommen werden.
Und eigentlich müsste es in der Tat der übergeordnete Klassenleiter sein, der einen Sperrvermerk setzt. Hat dieser aber einer Aufstellung zugestimmt, dann kann man schwer von unten einen Sperrvermerk setzen. Ob die WSO dies jedoch regelt, habe ich nicht nachgesehen - Irrtum also vorbehalten.
Ich will auch nicht falsch verstanden werden. Dass man sich eine Regelung überlegt, diese allen Vereinen publik macht und im Kreis überall gleichermaßen anwenden möchte, hat auf jeden Fall das volle Lob verdient.
Es wirkt aber wie ein aus der Not geborener Schnellschuß und ich habe allergrößte Bedenken, dass es sich zum Boomerang entwickelt.
Fakt ist aber auch, dass wir eine Regelung brauchen, so lange die WSO dies nicht hergibt.
Diese sollte dann aber vom Kreistag verabschiedet werden, damit sie gültig ist. Die LZ Unterschiede müssen aber angehoben werden und einen Spielraum geben.
Um auf mein Beispiel meines ersten Beitrags zurückzukommen.
Würden Jörg und Bernd jetzt in einerm Verein spielen, müsste Bernd vor Jörg spielen. Ein anderer "schlechterer" Spieler müsste dafür Platz machen.
Dass Jörg in 9 Spielen nur einmal zum 2. Einzel an den Tisch musste oder durfte, weil die Mannschaft nunmal so gut gespielt hat, ist nicht seine Schuld und besser als zu 0 spielen konnte er nunmal nicht.
Da ist es meines Erachtens nicht gerechtfertigt, ihm einen Spieler der tieferen Klasse vor die Nase zu setzen. Er hat es sicher verdient, ins mittlere Paarkreuz aufzurücken. Dies könnte ihm so verwehrt werden.
Folglich müsste eine Regelung so viel Spielraum lassen, dass hier eine Leistung der höheren Liga auch gewürdigt wird und daran gedacht wird, dass ein Spieler im hinteren Paarkreuz nicht so oft drankommt, wie ein Spieler im vorderen Paarkreuz.
Somit müssten die Grenzwerte angehoben werden. Ebenso müssten unterschiedliche Gruppengrößen berücksichtigt werden.
Vielleicht macht ihr Euch mal über folgenden Ansatz ein paar Gedanken.
Die LZ Grenze sollte höher liegen als 23 Punkte. Wer in der höheren Klasse, bei gleicher Anzahl von Mannschaftsspielen, nur maximal 2 Spiele verliert, sollte die Chance haben, sich so vor einem Überflieger der tieferen Liga behaupten zu können.
Über die Höhe sollte noch diskutiert werden, da will ich mich nicht festlegen.
Als Beispiel nehme ich jetzt einfach mal 30 Punkte an.
Im Punktebereich von 30 bis sagen wir mal 38 Punkte sollte der Klassenleiter nach eigenem Ermessen und Rücksprache mit den Vereinen selbst entscheiden können. So könnte man z. B. auf Härtefälle oder Jugendförderung einigermaßen flexibel reagieren. Ab 39 Punkte würde man dann zwingend umstellen oder sperren.
Wie gesagt, über die Höhe muss man noch diskutieren und rechnen.
Bei uns sieht es jetzt so aus:
Wir haben im Rahmen der Klassenleiterentscheidungen der Vergangenheit und den Wünschen der Spieler unsere Mannschaften gemeldet und seit sehr vielen Jahren mal wieder alle Mannschaften im Pokelwettbewerb.
Ein Sperrvermerk in der 2. Mannschaft war klar und gewollt. Die Konsequenzen daraus waren und sind allen klar.
Jetzt, nachdem alles gemeldet ist, kommt diese Regelun um die Ecke und verändert alles durch weitere Sperrvermerke. Dies hat unmittelbaren Einfluß auf die Spieler, die nun noch Pokal spielen dürfen. Es ist allgemein bekannt, wie schwierig es plötzlich mit nahendem Spieltermin werden kann nur 3 Spieler zusammenzubekommen, die dann auch spielen. Jetzt wird nachträglich der Personenkreis weiter eingeschränkt.
Hätten wir dies vorher gewußt oder geahnt, hätte es mit Sicherheit weniger Pokalanmeldungen gegeben.
Der Ansatz und die Idee sind wirklich gut. Für mich persönlich halte ich aber die Art der Umsetzung für falsch.
Außerdem sollte man bei einer solchen Regelung auch bedenken, dass es Damen- und Nachwuchsklassen gibt, bei denen andere LZ Unterschiede gelten. An diese wurde bisher nicht gedacht.
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