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Alt 25.07.2010, 22:31
Krähe Krähe ist offline
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Krähe ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Schnitt beim Aufschlag

Bei einem Unterschnitt-Aufschlag läßt ein Balltreffpunkt beginnend an der vorderen Schlägerkante theoretisch mehr Schnitt zu als an der Hinteren, da an Letzterer (im Kantenbereich, also am Schlägerende) kein spannbarer Belag mehr die Kräfte der Schlagbewegung in Rotation oder Geschwindigkeit umzuwandeln hilft.

Die angesprochenen Profiaufschläge sollen demnach vermutlich bei gleich erscheinender Aufschlagbewegung auch mal weniger bis ganz wenig Rotation erzeugen um dadurch einen etwas höheren Rückschlag zu provozieren. (...dann in Verbindung mit einem „blockierten“ also unbewegtem Handgelenk im Moment des Balltreffpunktes.)

Viel Schnitt wird erzeugt durch eine möglichst schnelle und möglichst gradlinige Bewegung während des tangentialen Balltreffpunktes. Soweit die Theorie.

Was wirklich passiert während des sogenannten tangentialen Balltreffpunktes wird umgangssprachlich manchmal mit Ball „-streifen“, -streicheln“, -dünn berühren“ und ähnlichen Ausdrücken bedacht, am treffendsten ist meiner Ansicht nach jedoch der Begriff „ziehen“, wie beim Top-Spin auch.

Es geht darum, die Elastizität des Belages maximal zu nutzen, in Abhängigkeit von dessen Griffigkeit und Gesamtdicke.

Die Schlagbewegungen mit welchen Unterschnitt erzeugt wird sind vorrangig -von hinten nach vorne- oder -von oben nach unten- bzw. gemischte Formen also von -hinten/oben nach vorne/unten-. Andere Bewegungsabläufe vor oder nach dem Balltreffpunkt dienen entweder der Verschleierung der tatsächlichen Rotation oder sind (individuell) für die optimale Schlagausführung nötig.
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