|
Habe für den "sozialen Kapitlalismus" abgestimmt.
Zu großartigen theoretischen Wirtschaftspolitk-Ausführungen hab ich jetzt wirklich keinen Bock, darum mal etwas platt:
Sozialismus ist prinzipiell eine tolle Idee, deren Umsetzung leider daran scheitert, daß wirklich jeder mitspielen muß - und das klappt nun mal leider nicht, wie man in den ehemaligen sozialistischen Staaten gesehen hat.
Zum Kapitalismus bzw Liberalismus: Der Markt bringt schon prinzipiell wünschenswerte Ergebnisse, leider funktioniert aber auch der Markt nicht uneingeschränkt, so daß z.B. externe Effekte oder das vorhandensein öffentlicher Güter immer einer Regulierung bedürfen.
Eine soziale Regulierung/Absicherung ist meiner Meinung nach einfach ein Prinzip der Menschlichkeit und Zivilisation.
Wenn ich auch sonst nicht gerade religiös bin, so ist eine Hauptaussage des Christentums, nämlich eine Verantwortung des Einzelnen und auch der Gesellschaft für andere Mitmenschen einer der zentralen, wichtigsten Werte unserer Gesellschaft.
Und somit ergibt sich, daß diejenigen denen es gut geht, sich um diejenigen sorgen sollen, denen es schlechter geht, vor allem wenn es unverschuldet ist - aber auch um diejeinige, die es vielleicht auch einfach nicht besser wußten.
Ich denke man sollte immer versuchen sich mal in die Lage der Schwächeren oder Ärmeren versetzen, und überlegen, welches Verhalten man sich dann von der Gesellschaft wünscht, bevor man meint, jeder solle sich um sich selber kümmern.
Es gibt veschiedene Definitionen von "Wohlfahrt" (damit ist ein Maß gemeint, daß bestimmt, wie gut es einer Volkswirtschaft geht)
Sehr verbreitet ist eine Form, die davon ausgeht, daß ein Pareto-Optimum (eine Situation in der es nicht mehr möglich ist, ein Individuum besser zu stellen ohne ein anderes schlechter zu stellen), das beste ist, was man erreichen kann.
Andere z-B. messen nur einfach den gesamten Wohlstand, ohne irgendwie auf die Verteilung zu schauen.
Ich halte allerdings eine Defintion der Wohlfahrt für die Beste, deren Urheber ich leider nicht mehr namentlich kenne. Diese besagt, daß es einer Gesellschaft immer so gut geht, wie ihrem ärmsten und schwächsten Element.
Und nach dieser Definition muß unbedingt eine starke soziale Absicherung vorhanden sein , um eine möglichst hohe Wohlfahrt zu erreichen.
|