Zitat:
Original geschrieben von Walker
Wegen Angebot und Nachfrage...
Aber ihr (du und Michi88) habt recht, was gerecht ist und was nicht, hängt immer vom Standpunkt des Beobachters ab.
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Da die Nachfrage nach klimatisierten Bürojobs sicher größer ist als die nach schweißtreibenden Fließbandfertigungsjobs müsste demnach ein Arbeiter am Band bei Opel mehr verdienen als ein Manager des gleichen Hauses ?
Es ist in der Tat eine Frage der Sichtweise, was gerecht ist und was nicht. Es ist einfach immer dort nach dem Markt zu rufen, wo es einem in den Kram passt und andererseits permanent zu versuchen, Marktmechanismen außer Kraft zu setzen, wo es einem möglich erscheint.
Kapitalismus auch in der bei uns praktizierten Form der sozialen Marktwirtschaft funktioniert leider genauso wenig wie Kommunismus. Ursache dafür, daß weder das eine noch das andere auf Dauer gut läuft ist der Charakter des Menschen, der nun mal insgesamt gesehen als schlecht bezeichnet werden muß.
Der Kapatalismus ist das Kleinere Übel, solange die soiale Komponente in ausreichendem Maße berücksichtigt wird. Was zur Zeit passiert, wird auf Dauer sozialen Zündstoff erzeugen, der denjenigen auf die Füsse fallen wird, die sich jetzt kurzfristig Vorteile verschaffen möchten.
Die Schere zwischen Arm und Reich geht so lange auseinander, bis sie gewaltsam wieder zugemacht wird wie anno 1789. Dann geht's wieder von vorne los.