Aus ökonomischer Sicht das beste, was Butterfly machen kann. Man hat ein Produkt, das am Markt einmalig und unerreicht ist und das sich trotz des hohen Preises gut verkauft. Was tun? Preis noch höher ansetzen! Und wie bei allem was Geld kostet bleibt dem Konsumenten nur abzuwägen, ob man für das eingesetzte Geld auch eine (aus subjektiver Sicht) korrekte Gegenleistung erhält. Das nennt sich freie Marktwirtschaft – haben manche vielleicht noch nichts davon gehört. Das sind meistens dann auch die selben, die aktuelle Euro-Preise mit DM-Preisen von vor 15 Jahren vergleichen. Und die haben dann wahrscheinlich 1995 auch DM-Preise mit Ostmark-Preisen von 1980 verglichen. Das schöne an der freien Marktwirtschaft ist aber, dass jeder einzelne (wenn auch nur zu einem ganz kleinen Teil) an der Preisgestaltung mitwirken kann, indem er entweder hemmungslos das Produkt konsumiert oder es bleiben lässt. Mit (organisierten) Boykotten gelingt dies freilich schneller und besser!
Vielleicht sollte man sich auch mal vergegenwärtigen, dass wir in einer globalisierten Welt leben und Butterfly-Produkte ursprünglich aus Japan kommen! Der Yen-Wechselkurs hat sich die letzten Jahre drastisch verändert. Waren vor zwei Jahren 1000 Yen noch ca. 7 Euro wert, muss man nun für 1000 Yen fast 9 Euro aufbringen. Ob das in die jünste BTY-Preiserhöhung mit eingeflossen ist, weiß ich nicht. Dazu habe ich den Yen die letzten Monate zu wenig beobachtet, mir ist nur neulich der Atem gestockt, als ich mal wieder importieren wollte und den Wechselkurs gesehen habe...
Ich als Kreisklassen-Holzhacker komme mit klassischen Belägen für 20 Euro (immerhin auch 40 Mark!) gut zurecht. Früher musste ich schließlich auch nicht frischkleben, um meine Spiele zu gewinnen, also ist jetzt auch kein Bedarf an Tenergy und co. Dann lieber paar mehr Euros für ein gefühlvolles Holz ausgeben.