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Alt 19.08.2010, 09:38
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von JarodRussell Beitrag anzeigen
Ich wäre unglücklich, weil ich sicher auf vieles verzichten müsste und ich wäre nochmal unglücklicher, weil ich einem Kind nicht das bieten kann, was ich möchte. Hinzu kommt eben, dass ich mein Leben einfach noch lange nicht so geregelt führen möchte, wie es dann nötig wäre. Ich will die Freiheiten, die ich jetzt habe, noch einige Jahre geniessen und auskosten und dazu gehört für mich auch, dass ich von jetzt auf gleich sagen kann, ich mache jetzt drei Wochen Auszeit mit dem Rucksack auf dem Rücken und will in der Zeit meine Ruhe haben. Wie gesagt, ich sehe mich einfach noch lange nicht so weit, mein Leben auf Nachwuchs und Familie zu konzentrieren.
Da haben wir's doch. Es geht darum, dass man sich nicht einschränken will, sämtliche Freiheiten haben, sich möglichst viel leisten können.
Genau diese Einstellung hat sich bei mir geändert - siehe unten.

Zitat:
Zitat von JarodRussell Beitrag anzeigen
Da ist wieder dieses Wort, dass ich in dem Zusammenhang nicht mag: beschränken ! Genau darum geht es mir und vielen meiner Zeitgenossen. Wenn ein Kind eine Einschränkung bedeutet, sprich nicht mit dem eigenen Lebensalltag vereinbar ist, dann werde ich sicher nicht darüber nachdenken, trotzdem eines in die Welt zu setzen. Das wäre dem Kind gegenüber hochgradig fahrlässig.
Mit Kindern MUSS man sich einschränken, wenn man sich um sie kümmern will. Du kannst nicht mehr jeden Abend mit Kumpels auf Sauftour, die Trekkingreise durch Island geht nicht mehr und einiges mehr. Ob man diese Einschränkungen (also Veränderungen zum vorherigen Leben) akzeptieren will und kann, muss jeder für sich entscheiden. Ich könnte mir jetzt mit meiner Frau eine Reise auf die Malediven leisten. Falls ich irgendwann mal ein oder zwei Kinder haben sollte, ist das vermutlich anders. Aber diese Einschränkung stellt für mich keinen Verlust an Lebensqualität dar.

Dafür habe ich dann ja Kinder. Und deren Entwicklung mitbekommen, ist bestimmt auch etwas ganz besonderes, worauf ich mich schon freue. Auf diese Erfahrungen zu verzichten, wäre für mich der wahre Verlust an Lebensqualität (nehme ich an, habe ja noch keine ).

Den Punkt, wann man dafür bereit ist, muss man natürlich erreichen. Wer keine Kinder will, der darf sich ja auch dagegen entscheiden. In dieser Entscheidung ist man frei. Aber wenn es dann mit Ende 30 nicht gleich klappt, kann halt bei so manchem Panik aufkommen.

Aber ich habe das Gefühl, dass wir da ähnlich ticken. Mit fast 30 wollte ich mich auch noch austoben, schöne Urlaube machen und nicht wegen Kindern darauf verzichten. 6 Jahre später ist das anders. Wir sprechen uns also in 6 Jahren wieder.
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