Zitat:
Zitat von Jaskula
1. ...nur nicht im umgekehrten Sinn, dass wenn sich Arbeit schon nicht lohnt, dann muss Arbeitslosigkeit wenigestens eine noch größere Strafe sein.
2. Mehr "echte" Arbeitsverhältnisse kurbeln die Wirtschaft an und entlasten die Sozialkassen, nebenbei ist Arbeit dann eine lohnende Alternative zum kärglichen Hartz-4. Bei der Wahl kärgliches Hartz-4 ohne Arbeit oder 8 Stunden Arbeit mit noch kärglicherem Lohn, der dann aufgestockt wird, kann man nicht von Anreizen sprechen, ebensowenig bei 1-Euro-Jobs.
3. Den Bodensatz, der tatsächlich nicht willens ist, gab es schon immer und wird es immer geben. So what. Man kann es nur anbieten, wer nicht will bleibt dann halt bei Hartz-4. Unsere Gesellschaft kann sich das leisten, wenn es nur um die wenigen Unwilligen geht.
4. Es ist ja nicht so, dass keine Arbeit da wäre, nur das notwendige Geld wird an vielen Stellen entzogen. Wenn dann qualifizierte Kräfte auch wieder qualifizierte Arbeit machen würden, würden auch wieder Stellen frei für die, die nur einfache Arbeiten erledigen können. Diese wird aber z.Zt. häufig von Menschen erledigt, die viel mehr könnten, aber keine Chance bekommen, weil sie zu alt oder Mütter sind.
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Zu 1.: Da gebe ich Dir Recht. Habe mehrfach bekundet, dass Arbeit sich wirklich lohnen muss. Das bedeutet für mich, dass jemand mit seiner Arbeit sich und - falls vorhanden - auch seine Familie in einem Rahmen ernähren kann, der auch als 'adäquat für die Gesellschaftsverhältnisse' zu bezeichnen ist. Das wiederum heißt für mich, dass man nicht als 'arm' oder 'ärmlich' betrachtet werden muss, sondern durchaus auch mal sogenannte 'unnötige Anschaffungen' tätigen kann. Ich denke, Du kannst mir da folgen, ohne dass ich das in Heller und Pfennig beziffern muss.
Zu 2.: Stimmt!
Zu 3.: Um mit den Worten eines anderen Forenmitglieds zu sprechen: Man "leistet sich" als Gesellschaft einen 'Bodensatz' von Unwilligen, die dann gefälligst bei Hartz IV bleiben...? Liest sich - aus Deiner Tastatur - zumindest 'seltsam'. Wie groß darf dieser 'Bodensatz' denn sein, damit die Gesellschaft sich "das leisten kann"? Die Frage, ob das bei einem - so gesehen - 'funktionierenden System' dann immer noch 'systemimmanente Kollateralschäden' sind, habe ich schon weiter oben gestellt. Nicht, dass ich wirklich eine Antwort darauf erwarten würde. Ich wollt's nur noch mal gesagt haben...
Zu 4.: Es gibt auch heute schon Jobs, die gar keiner machen will, die aber nicht unbedingt schlecht bezahlt sind.
Zusatz: Auf meine Frage nach den 'völlig Unqualifizierten' bist Du nicht wirklich eingegangen oder zählst Du die zum 'unwilligen Bodensatz', den man 'abschreiben' kann...? Haben diese Leute in Deinen Augen dann gar keine Perspektiven mehr...? Wie geht das 'Gesellschaftliche Gewissen' damit um, Menschen in seinen Reihen zu wissen, denen absolut keine Perspektive geboten werden kann, obwohl sie körperlich gesund und geistig zumindest 'ausreichend' ausgestattet sind...?