Einzelnen Beitrag anzeigen
  #3549  
Alt 26.08.2010, 12:51
Benutzerbild von Carstens_Brüderchen
Carstens_Brüderchen Carstens_Brüderchen ist offline
Isch hol glei mein Bruda!
Foren-Stammgast 3000
 
Registriert seit: 02.01.2006
Ort: Welschen Ennest
Beiträge: 3.003
Carstens_Brüderchen ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: DER Thread für politisch Interessierte

Ich merk schon - wir sind hier doch bei 'Wünsch Dir was' und nich' bei 'So isses'...

Ob hier einige Leute, die seltsamerweise eigentlich immer gleicher Meinung sind, nun finden, dass Jaskula 'ganz besonders klar und eindeutig' formuliert, dürfte relativ unerheblich sein. Wenn wir hier bei 'nem Casting für klare Formulierungen sind, bitte ich um entsprechende Aufklärung - das wäre mir tatsächlich entgangen.

Im Übrigen bin ich bereits darauf eingegangen, dass ich Jaskulas Beitrag nicht als 'bedenklich' interpretiert habe. Würde man sich an einigen Formulierungen festfressen, so könnte man das aber gewiss. Und das wird auch definitiv schon mal von einigen Leutchen bei meinen Beiträgen gemacht, indem eine Formulierung von drei Leuten, die sich den ganzen Tag überhaupt nicht geäußert haben, innerhalb von zehn Minuten zerfasert wird, sobald einer den Anfang macht. Ein Schelm, der System dahinter vermutet...

Bei mir ist es mit Sicherheit so, dass ich einige Dinge ganz bewusst mit mehr Interpretationsspielraum formuliere, vor allem um zu zeigen, wie breit diese Spanne sein kann. Das eröffnet für mich einen breiteren Blickwinkel, der der Realität insofern näher kommt, dass es diese Spanne auch in der Bevölkerung gibt. Hier wird sich allerdings allzu häufig daran aufgehängt, dass 'man sowas doch gar nicht so sehen dürfe'. Fakt ist allerdings, dass es von vielen Menschen innerhalb unserer Gesellschaft so betrachtet wird, wie ich es manchmal provokant in den Raum stelle.

In diesem Zusammenhang ist mir bei den Sarrazin-Artikeln in der Bild etwas aufgefallen, nämlich dass die Kommentare, die seine Thesen als 'zutreffend und richtig' bezeichneten, deutlich in der Überzahl waren und auch die Bewertungen der betreffenden Kommentare durch andere User in gewaltiger Mehrheit positiv waren gegenüber nur wenigen negativen Bewertungen. Ginge man da nach der 'Mehrheit' und deren Meinung, dann wäre Deutschland wohl morgen schon nationalistisch regiert...

Insofern stellt sich mir allerdings nicht die Frage, was richtiger ist - sich permanent solidarisch gegenseitig zu bekunden, dass man 'die einzig richtige Sicht teilt' und zu 'den Guten' gehört oder die Lauscher in den Wind zu stellen und sich mit anderen Ansichten nicht nur kritisch, sondern vor allem konstruktiv auseinanderzusetzen.

Dass Jaskula mir in jedem zweiten Beitrag 'Arroganz und Überheblichkeit' vorwirft, ist doch völlig irrelevant, was das Thema angeht. Wenn dann noch drei Mann in das gleiche Horn tuten, bleibt es immer noch irrelevant. Was soll das dann bringen? Doch allerhöchstens eine Diskreditierung bei anderen Betrachtern.

Aber wir sind hier nicht bei 'nem Sympathiewettbewerb! Außerdem habe ich nicht vor, der nächste 'Medienkanzler' zu werden oder Präsident der USA. Da könnte es entscheidend sein, möglichst wenig Reibung zu erzeugen...
__________________
"Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen." George Orwell (1903-50), eigtl. Eric Arthur Blair, engl. Schriftsteller.