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Zitat von aXi0ne
Wenn der Spieler talentiert ist und für das Spiel mit Material dann die entsprechende Technik erlernen kann, geistig soweit ist das ganze auch bewusst umzusetzen und die Spielstärke hat, dass er gegen Spieler spielt, die auch gegen Material erfolgreiches Tischtennis spielen, ist es legitim ihm Material zu verpassen.
Einem untalentierten Kind Material zu verpassen, weil es keine Technik lernt und zu unsicher spielt bringt garnichts. Ich krieg die Krise, wenn ich auf Kreis/Bezirksmeisterschaften Vereine seh, wo von im Vorjahr 0 Kinder aufeinmal 10 Kinder vertreten sind, die aber alle Material spielen und von denen nur 2 überhaupt wissen wie man den Schläger richtig hält. Klar gewinnen diese Kinder einige Spiele aber nur aufgrund der Tatsache, dass die meisten anderen Kinder nicht wissen wie ihnen geschieht, wenn ein Ball aus dem Material zurückkommt.
Die Kinder die dabei sind den unterschied zwischen OS, SS, US und ambesten drauf einen Topspin zu ziehen zu lernen sind mit gNI Belägen ausreichend gefordert. Wenn jedes Kind ein anderes Material spielen würde, wie soll ein 6-10 jähriges Kind mit normalem Talent verstehen, warum mit der selben Bewegung bei jedem seiner Gegner etwas anderes mit dem Ball passiert? Und das ist der Grund, warum ich so gegen Material im Kinder/Jugendbereich bin.
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Wir reden nicht von 6-10jährigen Kindern, sondern von 13-jährigen! Und da Tischtennis nun mal so ist, muss man den Kindern auch beibringen, gegen Material zu spielen.
Bei deinen Negativ-Erfahrungen ist wohl eher ein Trainer-Dilettant am Werk, ich kann mir nicht vorstellen, dass plötzlich 10 Kinder keinen TS lernen können. Es geht aber hier darum, präzise und genau begründet einem Kind/Jugendlichen mit Material auszustatten und nicht hier eine Noppen-Armee zu schaffen. Das solltest du dann schon auch differenzieren (und das habe ich ja auch gemacht!). Ich kenne hier in der Gegend Vereine, da macht ein 65-jähriger mit Barna das Jugendtraining... der bringt den Kindern auch kein Topspin bei und die sind genauso überfordert, wenn sie plötzlich gegen Topspin spielen müssen.
Was lernen wir daraus: Bringt auch den Kindern (ab einem gewissen Alter) sowohl das Spiel mit als auch gegen Material bei. Dann juckt einen auch so eine Kreisrangliste nicht mehr, denn die Material-Kids können es ja nach deinen Angaben eh nicht richtig und sind somit nur Kanonenfutter...
Irgendwann müssen es die Kinder eh lernen gegen Material zu spielen und je früher, desto besser... sonst werden die noch zu den "Topspin-Schönlingen", die über jegliche Form von Material jammern, anstatt sich damit auseinander zu setzen und dagegen zu gewinnen...