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Alt 10.09.2010, 10:03
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Zitat:
Zitat von klugscheisser Beitrag anzeigen
Fehler der Vergangenheit mit bleibender Wirkung (die hat die Atomkraft nun mal) kann man nicht mehr rückgängig machen, höchstens die Folgen noch etwas minimieren. Dazu muss man, auch finanziell, handlungsfähig bleiben.

Wir sind uns einig, dass die Atomkraft in der bisherigen Form (Spaltung) keine Zukunft haben darf. Der Zeitpunkt, vom Zug abzuspringen, ist aber schon lange verpasst. Aber auch das Ende hat Folgen: Rückbau, Abfallbeseitigung, langfristige Sicherung des strahlenden Materials. Das muss sehr, sehr gut geplant und sorgfältig durchgeführt werden. Bis das möglich ist, sollen sie nach meiner Einschätzung noch so viel Geld verdienen, dass sie ihre eigene Beerdigung noch selbst bezahlen können und nicht die Erben darauf sitzen bleiben.
Der Atom-Wirtschaft traue ich diese Intention nicht zu, deswegen mein Ruf nach der Verstaatlichung oder gut funktionierender staatlicher Aufsicht
In dem ein oder anderen Punkt könnte ich Dir sogar zustimmen. Das verstellt aber den Blick auf ein wesentliches Problem. Das aktuelle Festhalten verzögert den Schritt weg von der Spaltungstechnologie. Das Geld, was in die Forschung/Umsetzung erneuerbarer Energien gesteckt werden könnte, steckt man zB jetzt in Form von 500 - 1000 Mio in die Modernisierung von Biblis. Atomausstieg sofort ist ein nicht realisierbares Vorhaben - keine Frage. Aber das ist doch gar nicht Gegenstand der Diskussion. Gegenstand der Diskussion in Deutschland ist, ob ich bis 2022 alle AKW's abstellen kann und die Energieversorgung trotzdem zu vertretbaren Preisen gewährleistet kann. Ich behaupte nicht, dass ich das absolute Wissen habe, aber ich bin beruflich zumindest am Rande in das Thema Energie involviert und war gerade auf einer Vortragsreihe in Potsdam zu diesem Thema und der Tenor ist relativ klar. Die Energieversorgung mit stufenweisem Übergang bis 2022 ist kein Problem.
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