Zitat:
Zitat von Rieslingrübe
Das oben vorgeschlagene Verfahren mit der heissen Luft bzw. dem Fön hab' ich noch nicht ausprobiert, könnte aber durchaus funktionieren. Ganz früher habe ich die alten Griffschalen zuweilen mit einer Laubsäge bis auf wenige Zehntel-Millimeter abgesägt und den Rest abgeschliffen - die ist aber sehr zeitraubend und erfordert einiges an Geschick...
Die beste Methode ist wohl immer noch die:
Einen Topf mit Wasser auf dem Herd erhitzen. Dann den Griff (bis zu einer Minute ca.) komplett hineinhalten. Sobald der Leim beginnt, sich aufzulösen, ein scharfes Messer (oder einem angeschliffenen Spachtel) von oben nach unten zwischen Griffschale und Furnier durchziehen. Geht das zu schwer, dann den Griff zwischendurch wieder mehrmals ins heisse Wasser halten.
Stimmen Temperatur und Eintauchzeit und sind Messer/Spachtel richtig beschaffen, dann lassen sich die Schalen recht leicht lösen; ansonsten geht's schwer und es besteht auch die Gefahr, das obere Furnier des Holzes zu beschädigen.
Das kurzzeitige Eintauchen ins Wasser schadet dem Holz jedenfalls in der Regel nicht.
Vor der Montage der neuen Griffschalen alle Kleberreste auf dem Furnier und den Schalen entfernen (mit Aceton sowie ev. feinem Schmirgel) und auf eine absolut ebene Fläche achten. Zum Montieren mit Holzleim und Schraubzwingen arbeiten u. unbedingt zurechtgeschneiderte Hartgummieinlagen oder ähnliches dazwischenlegen - ansonsten besteht das Risiko, dass die neuen Schalen gequetscht bzw. eingedellt werden. Auch wirkt sich ein nicht zu kräftiger Anpressdruck und ein nicht zu hoher Ansatz des Griffes am Blatt meist günstig auf das Schwingungsverhalten (weniger unangenehme Vibrationen) des Holzes aus.
Sind die neuen Griffschalen etwas breiter, so kann man die Lücken/Löcher mit perfekt angepasstem/zurechtgeschliffenen Echtholz füllen...
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Ich habe es nach dieser Methode gemacht, obwohl ich arge Bedenken hatte durch das Wasser das Holz zu ruinieren.
Es hat tadellos funktioniert.