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Alt 22.09.2010, 15:24
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AW: Dopingverdacht bei Dima Ovtcharov

Zitat:
Zitat von Joachim Voigt Beitrag anzeigen
Ein paar Infos aus der Praxis:
-ein Spieler war bei seinem Hausarzt, der verschreibt ihm ein Medikament gegen eine akute Krankheit. Sportler sagt: Ich bin Spitzensportler, ich muß erst meinen Verband informieren und fragen, ob ich das bedenkenlos nehmen kann. Antwort Arzt: Das Medikament ist kein Doping, das können Sie bedenkenlos nehmen. War nur leider eine Falschinformation. Medikament bzw. Wirkstoff standen sehr wohl auf der Dopingliste.
- Wer aus gesundheitlichen Gründen ein Medikament wirklich benötigt (im paralympischen Sport ist das sehr oft der Fall), muß dieses der ITTF melden. Eine Antwort bekommt er aber nicht. Sprich, er muß jetzt glauben, daß er dieses weiterhin nehmen kann.
Soll ich Dir mal was aus der Praxis in der Schweiz erzählen. Jeder Spieler, der irgendwie überregional spielen will (das ist ab etwa Landesligstärke der Fall!) muss ein sogenanntes Dopingreglement unterschreiben. Das ist eine Verordnung des Swiss Olympic, da Tischtennis ja eine olympische Sportart ist. Damit unterwirft man sich den Dopinggesetzen mit all seinen Konsequenzen. Für Hobbyspieler wie unsereins ist das ein absoluter Witz. Auf der anderen Seite hätte ich mit TT-Spielen aufhören können, ohne das Ding zu unterschreiben. Von offizieller TT-Funktionärsseite heisst es dann immer, dass dies nur ein pro Forma Akt sei. Wenn ich allerdings lese, dass im Dopingfall Geldbussen von bis zu 200000 CHF ausgesprochen werden können, finde ich das allerdings nicht mehr ganz lustig. Das ist mal eine Gängelung bis in den untersten Amateurbereich hinein und vollkommen stupide. Ich kümmere mich ehrlich gesagt einen Scheissdreck drum, ob ich vielleicht irgendwas Verbotenes zu mir nehme, obwohl ich das streng genommen eigentlich müsste. Wenn man bei mir gegebenfalls mal was bei einer Kontrolle feststellen würde, hätte ich somit die Arschkarte gezogen, auch wenn es unabsichtlich wäre. Dann hiesse es halt "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" und man habe ja schliesslich dieses ominöse Dokument unterschrieben. Und das betrifft alle Spieler, die irgendwie schon mal den Schläger gerade halten können, also insbesondere auch Kinder und Jugendliche, die an einer überregionalen Rangliste teilnehmen wollen.
Bei einer Schweizer Meisterschaft für Junioren, wurde ein Spieler mal von der Teilnahme ausgeschlossen, dessen Eltern sich weigerten das Dokument zu unterschreiben, da dieser Asthma hatte und einen entsprechenden Spray verwendete. So sehen die potentiellen Dopingünder von morgen aus.
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