Benimmregeln?
Eine gefährliche Sache, wenn man diese in Worte fassen soll. Man stelle sich vor, dass ein Jugendlicher die Regeln liest, verinnerlicht und beim nächsten Spiel anwendet.
Man stelle sich folgende Situation vor:
9:9 - fünfter Satz. Ein Spieler spielt Topspin zum Punktsgewinn auf die weisse Linie und ballt die Faust, reine Freude über das 10:9. Sein Gegner sah den Ball aber an der Kante. Und da fällt ihm "Regel Nummer 7" ein, in der steht doch geschrieben. "Bei Kantenbällen bitte nicht jubeln!"
Folge wäre wahrscheinlich das innere Gefühl einem "unfairen" Gegner gegenüber zu stehen - das kann nicht das Ziel sein.
Wer die Regeln aufstellt, kann Unstimmigkeiten nicht kalkulieren.
Spieler, die diese Regeln einhalten, dürfen trotzdem die Einhaltung auch vom Gegner nicht einfordern.
Meine Meinung: Wir brauchen solche Regeln nicht. Eigentlich brauchen wird nur eine: Akzeptiere deinen Gegner (vor allem als Mensch). Wenn man sich immer vor einer Reaktion die Frage stellen würde: "Wie würde ich meine Reaktion als Gegner emfinden?", dann gäbe es deutlich weniger Streitigkeiten.
Aber vergesst nie die Emotionen am Tisch...