|
AW: Dopingverdacht bei Dima Ovtcharov
Sehr interessant den Thread hier zu verfolgen :-)
Interessant wie die Attributionsverzerrungen deutlich werden ;-)
In dem Link zu dem Audiobeitrag wurde die Schlussfolgerung letztlich meiner Meinung nach recht deutlich und die ist eigentlich relativ einfach:
Clenbuterol wurde gefunden -> Clenbuterol ist verboten -> Veurteilung folgt.
Es ist unerheblich ob es was im TT bringt oder nicht, verboten ist verboten.
Es ist letztlich unerheblich wie es in den Körper gelangt ist. Diejenigen die der Meinung sind, wenn es durch die Nahrung aufgenommen werden etc. müssen sich klar sein, sollte AUS DIESEM GRUND keine Verurteilung erwirkt werden, öffnet man Tür und Tor für das Doping. Egal ob es in diesem Falle wahr ist oder nicht, dann haben plötzlich viele Sportler in Zukunft etwas falsches gegessen. Man sieht, es ist eigentlich kaum denkbar diese Argumentation zuzulassen.
Die Haaranalyse ist mir auch noch nicht ganz klar. Was soll diese bringen. Langfristige Einnahmen zu widerlegen?? Ist letztlich doch auch völlig egal. Eine einmalige Einnahme reicht zur Verurteilung aus. Um das Beispiel des Audiobeitrages aufzugreifen: Der Schüler der einen Spickzettel hat und sagt er hätte vorher aber nie gespickt wird deshalb trotzdem nicht ohne Strafe davon kommen. Natürlich ist klar, dass für die berufliche Zukunft für Ovtcharov mehr dranhängt, aber im Prinzip ist es ähnlich.
Es ist sehr gut möglich das alles was Ovtcharov sagt absolut wahr ist. Egal ist es trotzdem. Um gegen Doping, egal in welcher Sportart, konsequent weiter vorgehen zu können bleibt gar nichts anderes über als eine Verurteilung.
Jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, wird alles in Bewegung gesetzt. Vielmehr, was ja auch in einigen Beiträgen hier deutlich wird, sollte (intern) hinterfragen warum es denn zu der Nahrungsaufnahme in dieser Form gekommen ist. Wenn es doch aus der Vergangenheit bekannt ist, dass Clenbuterol ist China einige Male im Essen gefunden wurde, warum essen die Sportler dann Rind oder Schwein?? (Lezter von mir gerade gefundener Bericht von 2009) Um dieses Problem zu umgehen braucht man keine Lebensmittel aus sonstwo, keinen Koch etc. Einzig und allein auf diese Fleischvarianten zu verzichten hätte das Problem umgangen. Soviel Professionalität muss man heute wohl erwarten. Die Hausbau-Firma die in Medienberichten gelesen hat, dass Holzsorte Wurmloch A öfters Probleme hatte, würde auch jeder als naiv oder "selbst schuld" bezeichnen wenn er diese trotzdem einsetzt und dann riesige Schadensersatz/Nachbesserungsforderungen auf ihn zukommen würden oder??
Ich denke, er wird auf jeden Fall gesperrt, mit viel Glück, ich betone Glück, vielleicht nicht mit der maximalen Sperre. (Wenn es denn überhaupt einen Spielraum gibt)
|