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Hallo Benjamin,
hier meine Berichte, die ich aufgrund der zwischenzeitlichen Re-Impact Sperre in einem anderen Forum gepostet hatte:
Heute früh stand die Briefträgerin mit einem flachen Re-Impact Karton vor meiner Tür...
Eigentlich bin ich mit meinem Holz mehr als zufrieden, aber irgendwie hat mich die Beschreibung dieses Spezialholzes neugierig gemacht.
Interessant finde ich daran, dass bei diesem Holz 3 verschiedene Holzarten verbaut werden. Eigentlich habe ich den Buchedeckfurnieren schon lange den Rücken gekehrt, weil Limba gefühlvoller ist, aber mal testen kann ja nicht schaden...
Auffällig sind die schönen, braun-gebeizten, Griffschalen, welche asymetrisch geformt sind! Die Kiemenseite ist konisch und die andere konkav. Eine Superidee, denn das Teil liegt trotz seiner 15mm Dicke (ohne Griffschalen!!!) seeeehr angenehm in der Hand. Meine Digitalwaage bescheinigt dem Holz ein Gewicht von 75,5g, was ich für Rendlerverhältnisse ziemlich schwer finde. Mal sehn, wie es in der Praxis aussehen wird.
Heute lasse ich mir im Shop meine üblichen Standardbeläge (siehe Profil) montieren und am Freitag wird getestet.
Gruss,
Jan
Erster Erfahrungsbericht:
Heute habe ich mich erstmal 30 Minuten mit meinem gewohnten Wangenheim eingespielt um dann 2,5h mit dem neuen Testschläger (wie immer VH SSP 1,5mm, RH RITC 1,5mm, beide unfrisch) zu spielen.
Laut Hersteller sollte das Holz etwas langsamer und nochmal deutlich kontrollierter sein als das Wangenheim. Ich war ehrlichgesagt etwas skeptisch, weil das Lindenlaub ein härteres Deckfurnier hat und insgesamt noch dicker ist. Wie soll das gehen?
Ich würde mich als Allroundspieler bezeichnen, der auf der VH alles ausser Unterschnitt spielt. Am häufigsten sind verschiedene Topspinvarianten, wobei die harten überwiegen. Ansonsten gerne Block, Konter und Schuss. Mit der RH schupfe ich oder versuche direkt mit einem harten Endschlag zu punkten. Blockbälle mit dem RITC kommen meist ziemlich gefährlich. In der Regel bleibe ich am Tisch, mehr als 2m entferne ich mich seltenst.
Nach 2,5h kann ich natürlich kein endgültiges Fazit ziehen, aber dieses Holz hat mein Interesse geweckt. Ich hatte keinerlei Umstellungsprobleme, die Verwandschaft zum Wangenheim scheint nicht besonders weit entfernt zu sein. Es hat einen etwas härteren Anschlag und fühlt sich sehr direkt an, der Sound ist auffällig! Das Tempo würde ich ein wenig über dem des T1 Wangenheim Spezial ansiedeln, wobei das Ballgefühl mindestens ebenbürtig ist. Das Holz ist insgesamt steifer und schwingt weniger, aber die Schwingungen, die man fürs Feedback benötigt, kommen klar durch. Ich kam bei allen Schlägen ebenso gut zurecht, wie mit meinem Schläger, mit dem Unterschied, dass Schüsse und Konterbälle ungleich härter kamen. Der Katapulteffekt setzt sehr sanft ein und nicht so plötzlich, wie z.B. beim 3MA oder MA1.
Niemals hätte ich gedacht, dass ich je in Versuchung geraten könnte wieder ein Bucheholz (zuvor schonmal 3MA und T5) zu spielen, da mir das Limbadeckfurnier viel mehr Gefühl vermittelt hat.
Das Lindenlaub kommt mir ein wenig wie eine Mischung aus Wangenheim und T5 vor. Ein direktes Holz mit einer unglaublichen Kontrolle.
Für mich ist es jetzt schon die absolute Referenz bei Buche, wenn man Wert auf direktes Feeling und nicht zu starken Katapulteffekt legt.
Weitere Tests (leider in den Ferien nicht möglich) werden zeigen, ob die Tage meiner Wangenheims gezählt sind...
Gruss,
Jan
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Ich sage immer die Wahrheit - sogar, wenn ich lüge!
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