Zitat:
Zitat von Frank Schmidt
Wenn man eine generelle Unschuldsvermutung nach positivem Dopingtest einführt, kann man am selben Tag auch das Testen komplett einstellen. Dann wird jeder Sportler sich von seiner Oma bestätigen lassen, dass sie ihm unwissentlich Amphetamine im morgentlichen Kaffee untergeschleust hat - so was kann niemand fordern, dem eine ernsthafte Dopingbekämpfung wichtig ist. Das ist vollkommen weltfremd und komplett am Ziel vorbei.
Sollten wir vielleicht bei Polizeikontrollen auch einführen: "Aber Herr Wachtmeister, ich wusste ehrlich nicht, dass Bier Alkohol enthält - oder können Sie mir das Gegenteil beweisen?"
|
Das mit Bier ist ganz einfach. Erstens, es steht auf jeder Flasche geschrieben und zweitens, ist es sonst allgemein bekannt.
Wobei es nicht auf der Speisekarte "Clenbuterol-Steak" steht. Und es ist auch nicht allgemein bekannt, dass Fleisch Clenbuterol beinhaltet.
Das ist der prinzipielle Unterschied.
Ich glaube sogar, dass vor einem ordentlichen Gericht die NADA/WADA Liste oder zumindest Teile davon durchfallen würden. Der Grund: solange es nirgendwo auf der Verpackung bzw. auf der Speisekarte etc. "Geprüft: Dopingfrei" steht und es keine entsprechenden Gesetze gibt, kann man den Sportler nicht dafür verantwortlich machen, dass gewisse Substanzen möglicherweise durch die Nahrung in seinen Körper gelangen.