http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,720982,00.html
Hamburg - In der bizarren Dopingaffäre um Alberto Contador soll der dreimalige Tour-Sieger offenbar geschont werden.
Nach einem Bericht der spanischen Zeitung "El País" könnte der Rad-Weltverband UCI den Madrilenen nur mit einer dreimonatigen Sperre bis November belegen. Der Fall solle so schnell und geräuschlos wie möglich ad acta gelegt werden. Demnach habe es bei einem Treffen in Puertollano kurz nach dem Ergebnis der positiven Dopingprobe eine Verständigung beider Seiten auf eine dreimonatige Sperre gegeben.
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Bei einer derartigen Regelung bestünde für die UCI allerdings Rechtfertigungsbedarf gegenüber der Welt-Anti-Doping-Agentur.
Die Wada wertet Clenbuterol im Körper - ein Grenzwert existiert nicht - als Doping-Vergehen, das im Fall Contador eine Zweijahressperre nach sich ziehen muss. Die geringe Menge an Clenbuterol ist kein Grund für einen laschen Umgang mit dem Fall. "Es heißt nicht, dass nicht betrogen wurde", sagte Wada-Generaldirektor David Howman.